Dienstag, 31. Juli 2018

Allgäuer Wandertrilogie Himmelsstürmer Etappe 16 Edmund-Probst-Haus (Nebelhorn) zur Schwarzenberghütte 9,6 km


Letztes Jahr sind wir, meine Frau Ella und ich, die Allgäuer Wandertrilogie Himmelsstürmer Route von Halblech nach Oberstaufen gewandert. Da uns diese Allgäuer Landschaft faszinierte, haben wir uns für dieses Jahr die zweite Hälfte von Oberstaufen nach Pfronten vorgenommen. Diese Route ist recht anspruchsvoll. Sie ist ca. 180 km lang und man muss insgesamt 9000 Höhenmeter überbrücken. Dafür wird man mit vielen tollen Ausblicken auf verschiedene Gipfel belohnt. Die Krönung ist der Aggenstein. Dort übernachten wir in der Bad Kissinger Hütte, bevor es dann zum Abstieg nach Pfronten geht.


 Unsere Routen des zweiten Teils der Himmelsstürmer Route sind:

Etappe 10: Oberstaufen zum Staufner Haus 16,8 km Aufstieg 1622 HM Abstieg 784 HM


Etappe 11: Staufner Haus nach Balderschwang 15,6 km Aufstieg 583 Abstieg 1165 HM
Etappe 12: Balderschwang zur Grasgehrenhütte 18,2 km Aufstieg 1061 Abstieg 668 HM
Etappe 13: Grasgehrenhütte nach Ofterschwang 15,3 km Aufstieg 721 HM Abstieg 1315 HM
 

Etappe 14: Ofterschwang nach Oberstdorf 24,8 km Aufstieg 439 HM Abstieg 477 HMer_22.html
Etappe 15: Oberstdorf zum Edmund-Probst-Haus (Nebelhorn) 13,5 km Aufstieg 1303 HM Abstieg 196 HM
 

Etappe 16: Edmund-Probst-Haus zur Schwarzenberghütte 9,6 km Aufstieg 640 HM Abstieg 799 HM
Etappe 17: Schwarzenberghütte nach Bad Hindelang 19,5 km Aufstieg 640 HM Abstieg 1193 HM
 

Etappe 18: Bad Hindelang nach Schattwald 15,9 km Aufstieg 943 HM Abstieg 660 HMe-18.html
Etappe 19: Schattwald nach Tannheim 13,6 km Aufstieg 253 HM Abstieg 247 HM
Etappe 20: Tannheim zur Bad Kissinger Hütte (Aggenstein) 15,6 km Aufstieg 1008 HM Abstieg 336 HM

 
 Etappe 21: Bad Kissinger Hütte nach Pfronten 14,3 km Aufstieg 376 Abstieg 1285 HM



Etappe 16: Edmund-Probst-Haus zur Schwarzenberghütte 9,6 km Aufstieg 228 HM Abstieg
799 HM

Die Nacht im Edmund-Probst-Haus auf dem Nebelhorn war kurz. Im Schlaflager mit 12 Personen zu schlafen, muss gewohnt sein. Das Haus war sehr gut belegt. Entsprechend unruhig war es dort auch. Das Frühstück war hüttenmäßig, aber gut.



Wir brechen früh auf. Es ist noch frisch, aber die Sonne scheint und es wird wohl ein guter Tag. Unsere erste Zwischenetappe ist der Nebelhorngipfel. Auch hier nehmen wir den Gratweg und sind nach 50 Minuten am Ziel. Der Anstieg ist kräftig. Wir genießen die grandiose Aussicht.
 
Die Nebelhornbahn bringt immer mehr Besucher zum Gipfel. Langsam füllt es sich hier oben. Nach einem guten Kaffee und Tee starten wir unsere Tagestour zur Schwarzenberghütte über den Berg.

Zunächst geht es etwas abwärts, bis wir unseren Einstieg des Himmelsstürmers finden. Die Aussicht ist rundum und auf die Oberstdorfer Berge sehr eindrucksvoll. Vorbei am örtlichen Wengenkopf öffnet sich eine Traumkulisse über dem Koblat. Die Tagesbesucher - und wanderer scheinen andere Pfade zu bevorzugen. So trennen wir uns von der Masse. Auf den Bergzacken zur linken sehen wir Klettersteigler, die auf dem Hinderlanger Klettersteig mutig klettern.


Hier oben auf 2000 Höhenmeter liegt um diese Jahreszeit noch Schnee. Ständig müssen wir Schneebretter überqueren, bis wir den kleinen Koblattsee erreichen.

Wir sind nun im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Es kommt uns schon vor, als wären wir im fernen Land mit einer kargen Landschaft. Es ist ziemlich einsam hier oben und sehr still. Nur wenige Wanderer treffen wir hier auf unserer Tour. Dafür stoßen wir auf eine Murmeltierfamilie, die uns neugierig beobachtet. Langsam ziehen wir an ihnen vorbei.




Dann überqueren wir eine Felsplatte an die sich der etwas größere Laufbichelsee anschließt. Eindrucksvoll erhebt sich zur linken der 2172 m hohe Gratkopf.



Wir wandern über eine vereiste Mondlandschaft und genießen die tiefe Stille hier oben. Der Pfad macht eine Rechtskurve zu einem Gipfelkreuz auf 2020 m Höhe. Dann folgen wir dem Pfad über eine Kuppe und erreichen dann den Engeratsgundsee, der eine wunderbare Atmosphäre ausstrahlt.



Nun haben wir die Abzweigung zur Schwarzenberghütte erreicht. Hier geht es 2,5 km einen schmalen Geröllpfad abwärts und er ist recht beschwerlich. Das Wetter wird langsam schlechter. Wir erreichen nach einem schier endlosen Abstieg die Käser-Alpe, weiter geht es auf einem Schotterweg nach links über den Gündlesbach und dann erreichen wir endlich die Schwarzenberghütte. Wenig später fängt es kräftig an zu regnen, der die ganze Nacht anhält.



Trotz der kurzen Wegstrecke sind wir ziemlich geschafft von der Tour und freuen uns auf die Ruhephase in der Hütte. Morgen geht es wieder zum Engeratsgundsee. Der schlimmste Gedanke ist, dass wir den Berg 2,5 km mit 500 Höhenmeter wieder hochkraxzeln müssen. Aber jetzt ist erst einmal Ruhe.









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