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Sonntag, 16. Juni 2013

Wunderbares Harz-Wochenende in Quedlinburg - Wanderung im Bodetal bei Thale

Fantastisches Bodetal


Wunderbares Harz-Wochenende

Wanderung im Bodetal bei Thale



Wir, eine kleine Wandergruppe von vier Personen, erlebten ein wunderbares Wochenende im Harz. Diesen hervorragenden Wochenend- und Wandertipp möchte ich Euch hiermit empfehlen.



Die Anreise war Freitag im Quedlinburger Stadtschloss Hotel. Quedlinburg ist eine kleine märchenhafte Stadt an der Bode nördlich des Harzes im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Hier kann man hautnah die Geschichte der Stadt mit den 1200 Fachwerkhäusern entdecken.
 

 Ausgiebig schauten wir uns die historische Altstadt mit den endlosen Sehenswürdigkeiten des UNECO-Weltkulturerbes an. Besonders lohnenswert war die Besichtigung des Domschatzes. Interessant ist das 12 Stücke davon  von einem US-Leutnant Joe Tom Meador der US Army in die USA verschleppt wurde. Die  Beutekunst konnte erst gegen Zahlung eines Lösegeldes an seinen Erben  1993 zurück in die romanische Stiftskirche St. Servatius überführt werden. 
Den Tag ließen wir in einem Brauhaus gemütlich ausklingen.



Am Samstag starten wir nach dem Frühstück mit dem PKW nach Thale. Mit der Bahn kommt man auch sehr gut hin. Die 12 km waren trotz Umleitung schnell bewältigt. Wir folgen den Hinweisschildern zum kostenlosen Parkplatz der Seilbahnen, der ganz in der Nähe liegt.


Bei strahlendem Sommerwetter bringt uns die Kabinenbahn schnell auf den Berg. Die Aussicht ist wunderbar. Der Fahrpreis einfach 3,90 Euro ist gut angelegt. Wer sich den steilen Aufstieg zu Fuß gönnen will, geht den Serpentinenaufstieg hinauf zum Hexentanzplatz. Dort wird man auf 440 Höhenmeter mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten und tollen Ausblicken belohnt. Sehr schön sind die Ausblicke auf die Ortschaft Thale, auf das Bodetal, den Brocken  oder die Felsen der Rosstrappe.


Der Beschilderung nach Treseburg (Roter Punkt) folgen wir zur La-Vieres-Höhe und genießen dort die eindrucksvolle Aussicht. Weiter führt uns der Weg auf dem Bergkamm zu einer Landstraße. Dort biegen wir rechts in einen Forstweg ein. Hier geht es durch einen märchenhaften Buchenwald. Der Weg ist abwechslungsreich. Wir erreichen das imposante Pfeil-Denkmal, das dem Gründer der Preußischen Forstakademie, Friedrich Wilhelm Pfeil, gewidmet ist.


Dem Hauptweg folgend geht es durch das Dammbachtal. Wir machen einen kleinen Abstecher zum Aussichtspunkt Weißer Hirsch. Der Blick auf die kleine Ortschaft Treseburg lohnt sich. 
 
Am Talhang entlang führt der Abstieg dorthin. Unten angekommen gibt es für den Wanderer nette Einkehrmöglichkeiten. Wir gönnen uns im Biergarten eine Verschnaufpause.


Weiter geht es und wir halten uns vor der Brücke rechts und wandern einige Kilometer auf dem „Hexenstieg“ parallel zum rauschenden Fluss durch das fantastische Bodetal, dem Grand Canyon des Harzes. 
 
Der Blick auf die Felsen am Großen Rabenstein beeindruckt, am „Langen Hals“ herum zum Bodekessel geht es dann runter in die Talschlucht. 
 
Für diese Strecke sollte man eine gute Kondition mitbringen. Wichtig ist auch gutes Schuhwerk, da der Weg rutschig und steinig ist.


Über die Teufelsbrücke geht es auf der anderen Seite der Bode weiter. Vorbei an Einkehrmöglichkeiten an der rauschenden Bode entlang zurück nach Thale.
 
 An der Talstation der Bergbahn finden wir schnell wieder den Parkplatz zum PKW. In Quedlinburg genießen wir den Samstagabend bevor wir Sonntag gut erholt wieder nach Hause fahren.


Fazit: Wunderbares Harz-Wochenende, was uns den Alltag vergessen ließ. Tolle Landschaft mit märchenhaften Ortschaften. Die Wanderung war die Krönung. Wir liefen 5 1/2 Stunden für die 17,8 km. Das Gelände war im Bodetal schwer. Die Kondition sollte gut sein. Wanderschuhe sind absolut zu empfehlen. Wanderbare Tour durch das urwüchsige Bodetal und über den Hexentanzplatz, mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten.



Hoteltipp:

Wyndham Garden Quedlinburg Stadtschloss Hotel


Klink 11 im Zentrum von Quedlinburg



Donnerstag, 23. Mai 2013

Harzer-Hexen-Stieg Etappe 6 von Altenbrak nach Thale



                                                                                                       
Die fliegende Hexe zeigt Dir den Weg

Die Streckenführung

   Quelle: www.hexenstieg.de



Es war schon immer unser Wunsch, den Qualitätswanderweg Harzer-Hexen-Stieg quer durch den Harz mit  einer Gesamtlänge von rund 100 Kilometern von West nach Ost zu gehen. Diese Herausforderung haben meine Frau und ich im April 2013 unternommen und die einzigartigen Erlebnisse auf der sechs Tagesetappen auf Wanderfreund.de dargestellt.

Umfangreiche Informationen und Wandererfahrungen sind auf dem Einstiegspost

·         NORDTOUR -Der sagenumwobene Harzer-Hexen-Stieg - Einmalig und schön

nachzulesen.

Detailinformationen zu den Etappen auf folgenden Posts:

·         NORDTOUR Harzer Hexen Stieg Etappe 1 von Osterode von Buntenbock

·         NORDTOUR Harzer-Hexen-Stieg Etappe 2 von Buntenbock nach Altenau

·         NORDTOUR Harzer Hexen Stieg Etappe 3 von Altenau auf den Brocken

·         NORDTOUR Harzer Hexen Stieg Etappe 4 vom Brocken nach Königshütte

·         NORDTOUR Harzer Hexen Stieg Etappe 5 von Königshütte nach Altenbrak

Erfahrungsbericht Etappe 6 von Altenbrak nach Thale

Nun ist es fast geschafft. Nur noch 14 km locker nach Thale gehen, dann haben wir die knapp 100 km des Harzer-Hexen-Stieges hinter uns. Wir können es kaum glauben, dass diese wunderbare Wandertour heute endet und der Alltag bald wieder beginnen wird. Die Beschilderung des Harzer-Hexen-Stieges hat uns sicher durch diese außergewöhnliche Landschaft geführt und wir sind von dem Mittelgebirge Harz fasziniert.

 
Am letzten Tag ist das Wetter sehr gut. Die Sonne scheint und es ist ein warmer Frühlingsmorgen. Erst heute Nachmittag soll es ein Kälteeinbruch mit Regen geben. Bis dahin sind wir längst in Thale. Wir brechen diesmal um 9:15 Uhr auf und genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen. Die Luft ist angenehm mild und frühlingshaft.   

 
Die Bode begrüßt uns mit ihrem Rauschen und wir verlassen sie für ein kurzes Stück und wandern hinter Altenbrak einen Berghügel hinauf und folgen brav der Beschilderung in den Wald. Unten am Fuß des Berges begleitet uns wieder die Bode. 
 
Wir passieren die Falkenklippe und sind von dieser sagenhaften, traumhaften Landschaft beeindruckt. Der Weg führt uns nach Treseburg, die wir schnell passieren. 

 
Weiter führt der Pfad an der Bode entlang in das Bodetal. Der Fluss wird zur Stromschnelle und der Bodekessel beeindruckt uns restlos. 
 
Warum wir von dieser schönen Landschaft noch nie gehört haben, ist uns unverständlich. Einfach einzigartig diese Naturlandschaft. 
 
Müsste eigentlich Bodeschlucht heißen. Der Pfad ist beschwerlich und z.T. gefährlich. 
 
 
Es geht über Felsenwege, die zum Glück passierbar sind und nicht rutschig sind, über umgekippte Bäume und durch Baumwurzeln, die auf dem schmalen Pfad liegen. Stufen führen abwärts zur Teufelsbrücke und die Bode führt uns aus dem Bodetal heraus. 
"Achtung Steinschlag"

Upps - Schon passiert
Wir passieren einladende Ausflugslokale und kommen an die Seilbahnstation. 
 
Es ist geschafft, wir sind in Thale und am Ende des Harzer-Hexen-Stieges angekommen, der im Kurpark endet. 
 
Nach einer Pause holt unser Taxi uns am Bahnhof ab und bringt uns zurück nach Osterode zu unserem PKW. Unterwegs sehen wir zahlreiche unserer Wanderstationen, was ein sehr angenehmes Déjà-vu ist. 

Rückreiste per Taxi, da die Zugfahrt nach Osterode zu umständlich ist.

         

Fazit: Atemberaubende, anstrengend, schöne, märchenhafte und abwechslungsreiche Finalwandertour. Sehr eindruckvolle Naturlandschaft, die z.T. beschwerlich mit einigen Hindernissen und Abenteuern ist. Bei Nässe oder Schnee kann sie auch gefährlich sein. Viele tolle Aussichtpunkte. Gute Kondition und gutes Schuhwerk ist erforderlich, z.T. sehr schwer zu gehen da Schotter, Geröll und Felsenwege. Die Strecke besteht hauptsächlich aus kleinen schmalen Wanderpfaden. Unsere Laufzeit für die Strecke von 14,2 km betrug 3 Std. 30 Minuten. Pause ca. 1 Stunde.  

Tipp: Der Harzer-Hexen-Stieg ist zwar hervorragend ausgeschildert, trotzdem ist eine Wanderkarte empfehlenswert.  

Sehr gut ist die "Harzer-Hexen-Stieg" Wanderkarte Maßstab 1:25.000 ISBN 978-3-89920-165-9 für 6,95 €. Der Wanderweg ist deutlich mit den verschiedenen Varianten eingezeichnet.