Freitag, 18. Oktober 2019

Adlerweg Tirol Etappe 9 Gramailalm zur Engalm

Adlerweg - Der Weg ist das Ziel

Nachdem meine Frau Ella und ich aus dem Norddeutschen Bereich immer mehr südlichere Wanderwege für unsere Fernwanderungen aussuchten, sind wir nun auf den bekanntesten Fernwanderweg in Tirol gestoßen, dem Adlerweg. Dieser ist 2015 neu überarbeitet worden und hat nun 24 Etappen mit insgesamt 320 km und 23.000 Höhenmetern. Die letzten zwei Jahre sind wir jeweils quer durch das Allgäu gewandert. Im Vergleich dazu ist der Adlerweg eine weitere Wanderliga und schon eine Herausforderung. Geplant haben wir in diesem Jahr die ersten 12 Etappen von St. Johann nach Innsbruck, mit 180 km und ca. 11.500 Höhenmetern, zu wandern. Geschafft haben wir allerdings aufgrund schlechter Wetterbedingungen 9 Etappen. Wir erlebten ein fantastisches Bergerlebnis mit tollen Erfahrungen bei Termperaturen bis zu 37 Grad. Das hat uns schon an unsere Leistungsgrenzen gebracht, so dass die Tour ein wahres Abenteuer war und kein einfacher Spaziergang. 

Unsere neun Etappen auf dem Adlerweg 

Etappe 1: St. Johann im Tirol zur Gaudeamushütte
Etappe 2: Gaudeamushütte zum Hintersteiner See
Etappe 3: Hintersteiner See (Pension Maier) nach Kufstein
Etappe 4: Kufstein zur Buchackeralm
Etappe 5: Buchackeralm nach Pinegg
Etappe 6: Pinegg nach Steinberg am Rofan (Gasthof Waldhäusl)
Etappe 7: Steinberg am Rofan zur Erfurter Hütte 
Etappe 8: Erfurter Hütte / Maurach am Achensee zur Gramaialm (Alpengenusshof)
Etappe 9: Gramailalm zur Engalm  

Als Wanderliteratur und Wanderführer benutzten wir mit guten Erfahrungen: Österreich: Adlerweg, Christian Rupp, OutdoorHandbuch Band 359, Der Weg ist das Ziel, ISBN 978-3-86686-469-6.

Die Daten der Etappe 9:  Gramaialm (Alpengenusshof) zur Engalm
Länge 13,1 km (Navi)
4:50 Std. Laufzeit Aufstieg: 700 m Abstieg: 700 m Höchster Punkt 1953 m Niedrigster Punkt 1250 m
Anspruch: Bergwelt rot

Unsere Wandertour Etappe 9 ist abweichend von der offiziellen Etappe 9 des Adlerweges. Wir haben gestern im Alpengenusshof Gramaialm Einkehr gemacht. Die Adlerweg Etappe endet weiter oben in der Lamsenjochhütte. Aufgrund der gestrigen Hitze, waren wir sehr froh, dass wir um 15:30 Uhr in Gramaialm einkehren konnten. Es ist dort sehr schön, mit den vielen Wellness und SPA-Angeboten. Die Unterkunft sehr komfortabel und auch der Service ist sehr angenehm. Man sollte allerdings darauf achten, dass man genug Bargeld mit hat, da Kartenzahlung nicht immer funktioniert.

Wir starten gleich nach dem reichhaltigen Frühstück. Von der Gramaialm geht es weiter bergauf in den Gramaier Grund. Es ist ein großer Talkessel. Das Lamsenjoch befindet sich oberhalb des Geröllfeldes. Heute schon am frühen Morgen ist es hier oben schon wieder sehr heiß. Auf einer geschotterten Fahrstraße wandern wir zunächst über eine Almwiese und später durch lichte Latschenkiefern immer bergauf.

Die idylischen Häuser der Gramaialm haben wir schon längst hinter uns gelassen. Unser Weg wird im Verlauf immer steiler und schmaler. In vielen Kehren fürhte er die restlichen 400 HM den sonnigen Hang zum östlichen Lamsenjoch hinauf. Gut erkennbar ist über dem Lamsenjoch die Lamsenspitze (2508 m), die bei Kletteren ein beliebtes Ziel ist. Am Joch angekommen, halten wir uns links und sehen von weitem die Lamsenjochhütte, wo wir dann Einkehren.

Über den Bergen braut sich schnell etwas zusammen. Die Wolken wirken dunkel und bedrohlich. Langsam fängt es an zu krummeln. Es zieht schnell ein Gewitter auf. Unser Ziel ist heute das Almdorf Engalm in 6,2 km Entfernung. Wir wagen es, die Tour weiter fort zu setzen. Nach ca. 500 m fängt es an zu stürmen, so dass wir wieder zurück zur Lamsenjochhütte gehen, um auf besseres Wetter zu warten. Nach einer Stunde wagen wir es erneut. Nun wandern wir wieder retour zum Lamsenjoch in Richtung Engalm.

Links erhebt sich beeindruckend die Lamsenspitze, dann erreichen wir das Lamsenjoch (1940 m) und es beginnt der Abstieg. Der Weg ist zunächst gemütlich in Kherhen auf einer geschotterten Fahrstraße. Wir folgen der Beschilderung Engalm bzw. Binsalm. In der Binsalm verweilen wir nur kurz. Es ist weiter stark bedeckt und ab und zu kommt ein Schauer durch. Regen, ein ganz neues Erlebnis. Von der Binsalm sind es noch 2,2 km ins Tal zur Engalm. Am Ende des Waldes angelangt eröffnet sich ein toller Blick über den Großen Ahornboden und das Almdorf Engalm. Dort kehren wir im Hotel Engalm ein. Hier ist unsere Wandertour auf dem Adlerweg zu Ende, da man uns wetterbedingt einen Abbruch empfiehlt.  



Sonntag, 6. Oktober 2019

Adlerweg Etappe 8: Erfurter Hütte / Maurach am Achensee zur Gramailalm (Alpengenusshof)

Adlerweg - Der Weg ist das Ziel

Nachdem meine Frau Ella und ich aus dem Norddeutschen Bereich immer mehr südlichere Wanderwege für unsere Fernwanderungen aussuchten, sind wir nun auf den bekanntesten Fernwanderweg in Tirol gestoßen, dem Adlerweg. Dieser ist 2015 neu überarbeitet worden und hat nun 24 Etappen mit insgesamt 320 km und 23.000 Höhenmetern. Die letzten zwei Jahre sind wir jeweils quer durch das Allgäu gewandert. Im Vergleich dazu ist der Adlerweg eine weitere Wanderliga und schon eine Herausforderung. Geplant haben wir in diesem Jahr die ersten 12 Etappen von St. Johann nach Innsbruck, mit 180 km und ca. 11.500 Höhenmetern, zu wandern. Geschafft haben wir allerdings aufgrund schlechter Wetterbedingungen 9 Etappen. Wir erlebten ein fantastisches Bergerlebnis mit tollen Erfahrungen bei Termperaturen bis zu 37 Grad. Das hat uns schon an unsere Leistungsgrenzen gebracht, so dass die Tour ein wahres Abenteuer war und kein einfacher Spaziergang. 

Unsere neun Etappen auf dem Adlerweg 

Etappe 1: St. Johann im Tirol zur Gaudeamushütte
Etappe 2: Gaudeamushütte zum Hintersteiner See
Etappe 3: Hintersteiner See (Pension Maier) nach Kufstein
Etappe 4: Kufstein zur Buchackeralm
Etappe 5: Buchackeralm nach Pinegg
Etappe 6: Pinegg nach Steinberg am Rofan (Gasthof Waldhäusl)
Etappe 7: Steinberg am Rofan zur Erfurter Hütte 
Etappe 8: Erfurter Hütte / Maurach am Achensee zur Gramaialm (Alpengenusshof)
Etappe 9: Gramailalm zur Engalm  

Als Wanderliteratur und Wanderführer benutzten wir mit guten Erfahrungen: Österreich: Adlerweg, Christian Rupp, OutdoorHandbuch Band 359, Der Weg ist das Ziel, ISBN 978-3-86686-469-6.

Die Daten der Etappe 8:  Erfurter Hütte / Maurach am Achensee zur Gramaialm (Alpengenusshof)
Länge 14,3 km (Navi)
3:40 Std. Laufzeit ht 6:30 Std. Aufstieg: 300 m Abstieg: 900 m Höchster Punkt 1834 m Niedrigster Punkt 952 m
Anspruch: Bergwelt rot

Mit der Rofanseilbahn schwebt man von der Erfurter Hütte hinunter nach Maurach. Der Blick gleitet dabei über den Achensee und über die Gipfel der Tiroler Bergwelt. Vor uns sehen wir schon unser Wanderweg am Süd-bzw. Südwestufer des Achensees weiter nach Pertisau. Weiter wandern wir im Falzthurntal auf einen asphaltierten Abschnitt zuerst zum Gasthaus Falzturn und Sennhütte, anschließend über einen Forstweg zur Gramaialm. Dort ist unser heutige Etappe zu Ende und wir wollen dort den Alpengenusshof genießen und uns von den letzten Anstrengungen erholen. Morgen geht es dann weiter aufwärts Richtung Lamsenjochhütte.

Quelle: Bergwelten

Auf unserer achten Etappe geht es geruhsam von der Erfurter Hütte 800 m runter nach Maurach am Achensee. Die Nacht war in der Erfurter Hütte unruhig. Wir waren froh, dass wir ein Notlager in einem Seminarraum bekamen. Unsere Reservierung im Schlaflager war verfallen, aber da wäre es bestimtt noch unruhiger gewesen. Wie sind früh aufgestanden. Das Frühstück war für die Hütte sehr gut. Wir konnten auf der Terrasse sitzen und schon von oben den tollen Blick auf unsere heutige Wandertour genießen.

Die Fahrt mit der Seilbahn war sehr angenehm. An der Talstation wandern für über den Parkplatz und gelangen zur Fußgängerunterführung links an der Kirche vorbei. Hier ist der Adlerweg schlecht ausgeschildert. Wir gelangen dann zum Achensee an den Gleisen der Achensee Bahn entlang. Von der historischen Dampf-Zahnradbahn, die 1889 fertiggestellt wurde und bis heute zwischen Inntal und dem Achensee verkehrt, ist um diese frühen Uhrzei weit und breit nichts zu sehen. Also gehen wir an der Westseite des Achensee entlang Richtung Pertisau.

Das kristallklare Wasser des Sees lädt zum Baden ein. Die ersten Badegäste bereiten ihr Tageslager am See und wagen schon ihr erstes kaltes Bad. In Pertisau herscht schon reges Treiben. Die Urlaubsgäste wollen bei diesem schönen Wetter den Tag genießen. Langsam wird es immer heißer. Wir verlassen den Achensee und folgen den Straßenverlauf durch Pertisau.

Wir passieren den Golfplatz und erreichen die Mautstelle. Hinter dem Kassenhäuschen führt der Adlerweg links auf eine geteerte Fahrstraße ab. Die Teerstraße geht gerade aus leicht bergauf durch das Falzthurn Tal. Diese Strecke ist auch bis zur Falzthuralm bei Radlern beliebt. Wir kehren dort in der Falzthuralm ein und erfrischen uns dort. Weit ist es zur Gramaialm nicht mehr.  

 

Dienstag, 1. Oktober 2019

Macht Wandern glücklich?


 
Macht Wandern glücklich?
Bei den Kindern, Jugendlichen und Leuten unter 30 Jahre sind die Begriffe „Wandern“, „Wälder“, „Berge“, „Natur“ etc. ziemlich verpönt und klingen uncool, langweilig und altmodisch. Vielleicht liegt es daran, dass es für Wandern keinen passenden flotten englischen Begriff, wie Dauerlauf gleich Jogging, gibt. Allerdings wird Wandern langsam bei allen Bevölkerungsgruppen immer beliebter, denn Wandern ist cooler und gesünder als man glaubt. Momentan ist Wandern voll im Trend und ist neben Joggen die beliebteste Outdoor-Aktivität der Deutschen.

Macht Wandern dich stark und frei


Was sind die Beweggründe des Wanderns? Die einen setzen sich Ziele des Wanderns, z. B. um auf den nächsten Gipfel zu steigen. Sportliche Fittness. Oder das erste Bier nach dem Wandern, was so gut tut und erfrischend ist.
 
Wandern macht dich stark, da es nicht nur Bewegung zu Fuß ist, sondern Wandern Deinem Körper gut tut. Wandern ist gesund für Herz, Kreislauf, Muskulatur, Immunsystem und Stoffwechsel. Es ist entspannend und wohltuend für den Körper und für den Geist. Wandern tut gut, denn ruhige Bewegungen im Grünen macht den Kopf frei, beruhigt und entstresst. Man fühlt sich nach dem Wandern allgemein fitter, zufriedener und es kann auch glücklich machen.

Wandern macht dich frei, da man beim Wandern sofort den Alltag vergisst und sich auf die Wanderetappe konzentriert. Man kommt aus der Alltagsroutine bzw. aus dem Hamsterrad raus. MAn schafft somit mit dem Wandern eine Distanz zum Alltag und erhält somit die Gelegenheit in Ruhe auf sich Selbst und seinem Leben zu schauen. 
Insbesondere beim Weit- oder Fernwandern (Wandertouren über längere Strecken und längere Dauer) kann man wunderbar abschalten und entstressen. Und durch die Produktion der Glückshormone „Endorphine“ fühlt man sich allgemein gut und bekommt ein ausgeprägtes „Freiheitsgefühl“, was beflügelt. 

 
Wandern macht den Kopf frei. Das Gehirn wird besser durchblutet und wird somit durch die Sauerstoffversorgung des Gehirns enorm verbessert. Es ist erwiesen, dass Bewegung in der frischen Luft das beste Mittel ist, sich selbst aus emotionalen Anspannungen oder Stress zu befreien. Durch die intensive Ruhe der Natur, kehrt die innere Ruhe in sie ein und man nimmt die Sinneseindrücke der Natur auf. Der Kopf wird frei von belastenden Gedanken.
 
Motivierend ist es das Tageswanderprojekt als selbst gestecktes Ziel zu erreichen, da es Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl steigert. Dabei soll man nicht dem falschen Ehrgeiz hinterherlaufen und andere wichtige Ziele aus den Augen verlieren, die auch das Wandern ausmachen. In Ruhe zu sich zu kommen, seiner wesentlichen Bedürfnisse wieder bewusst zu werden, den Kopf frei zu räumen ist genau so wichtig, als den nächsten Gipfel zu ersteigen. Manchmal sollte man vor dem nächsten Gipfel abbiegen, wenn man spürt, dass es gereicht hat.   
 

Sonntag, 22. September 2019

Adlerweg Etappe 7: Steinberg am Rofan zur Erfurter Hütte (Alternativ Route)

Adlerweg - Der Weg ist das Ziel

Nachdem meine Frau Ella und ich aus dem Norddeutschen Bereich immer mehr südlichere Wanderwege für unsere Fernwanderungen aussuchten, sind wir nun auf den bekanntesten Fernwanderweg in Tirol gestoßen, dem Adlerweg. Dieser ist 2015 neu überarbeitet worden und hat nun 24 Etappen mit insgesamt 320 km und 23.000 Höhenmetern. Die letzten zwei Jahre sind wir jeweils quer durch das Allgäu gewandert. Im Vergleich dazu ist der Adlerweg eine weitere Wanderliga und schon eine Herausforderung. Geplant haben wir in diesem Jahr die ersten 12 Etappen von St. Johann nach Innsbruck, mit 180 km und ca. 11.500 Höhenmetern, zu wandern. Geschafft haben wir allerdings aufgrund schlechter Wetterbedingungen 9 Etappen. Wir erlebten ein fantastisches Bergerlebnis mit tollen Erfahrungen bei Termperaturen bis zu 37 Grad. Das hat uns schon an unsere Leistungsgrenzen gebracht, so dass die Tour ein wahres Abenteuer war und kein einfacher Spaziergang. 

Unsere neun Etappen auf dem Adlerweg 

Etappe 1: St. Johann im Tirol zur Gaudeamushütte
Etappe 2: Gaudeamushütte zum Hintersteiner See
Etappe 3: Hintersteiner See (Pension Maier) nach Kufstein
Etappe 4: Kufstein zur Buchackeralm
Etappe 5: Buchackeralm nach Pinegg
Etappe 6: Pinegg nach Steinberg am Rofan (Gasthof Waldhäusl)
Etappe 7: Steinberg am Rofan zur Erfurter Hütte 
Etappe 8: Erfurter Hütte / Maurach am Achensee zur Gramaialm (Alpengenusshof)
Etappe 9: Gramailalm zur Engalm  

Als Wanderliteratur und Wanderführer benutzten wir mit guten Erfahrungen: Österreich: Adlerweg, Christian Rupp, OutdoorHandbuch Band 359, Der Weg ist das Ziel, ISBN 978-3-86686-469-6.

Die Daten der Etappe 7:  Steinberg am Rofan (Gasthof Waldhäusl) - Erfurter Hütte
Länge 20,2 km (Navi) 7:30 Std. Laufzeit 3 Std. Pausen  Aufstieg: 1450 m Abstieg: 650 m 
Höchster Punkt 1978 m Niedrigster Punkt 1000 m
Anspruch: Bergwelt rot sehr anspruchsvoll

Quelle: Karte

Geplant war diese Etappe von Steinberg am Rofan zur Erfurter Hütte auf dem Adlerweg. Die Tour bietet mit seiner landschaftlichen Vielfalt des Rofangebirges mit den sanften Wiesenhängen im Süden und an der Nordseite mit mächtigen Felsformationen und Steilwänden viel Sehenswertes. Aber aufgrund starker Schneefälle und entstandener Lawinen, die noch den Weg versperrten, konnten wir diese Tour Anfang Juli nicht wandern. Der Weg über den Schafsteig unter der Rofanspitze war noch gesperrt und nicht freigegeben. So empfahl uns der freundliche Gastwirt vom Waldhäusl in Steinberg am Rofan eine Alternativroute, um zur Erfurter Hütte zu gelangen.

Nach dem guten Frühstück im Waldhäusl gibt uns der Gastwirt noch einige Informationen zum Weg. Erst einmal gehen wir rechts am Haus vorbei, halten uns dann links und verlassen langsam den Ort. War es nun rechts oder links weiter aus dem Ort hinaus?
 
Wir entscheiden uns für rechts, kommen an einigen Häusern vorbei und gehen dann in den Wald. Von Schildern noch keine Spur. Dann treffen wir auf einen Meilenstein, den kleinen Lift, der nur im Winter in Betrieb ist.

Nun folgen wir den Sandbichlweg, der uns auf schmalem Weg zum Gfäßsattel (1226m) bringt. Das Laufen fällt heute schon schwer. Die ersten sechs Etappen machen sich in unseren Muskeln bemerkbar. Heute wird es wieder ein heißer Tag, der uns fordern wird.
 
Weiter geht´s auf den Gfäßkopfsteig Richtung Schönjochalm / Köglerköpfe. Dann treffen wir auf den Schönjochweg, der auch von Bikern stark befahren wird. An der Hütte auf der Schönjochalm (1287 m) machen wir die erste Jause. Von drei netten Inhaberinnen werden wir bedient, die auch neugierig über unsere Route sind. Sie geben uns noch brauchbare Hinweise über unsere nächsten Etappenziele.

Weiter geht es der Straße aufwärts. Immer wieder kommen uns Biker entgegen. Zum Kögljoch geht es in kleinen Schleifen die Straße bergauf. Auch die Biker müssen ihr Rad schieben, da der Weg gefährlich wird. Das Kögljoch (1487 m) bietet uns einen schönen Aufblick. Es ist eine schöne Alm.
 
Wir nutzen den Schatten, eine Bank und eine frische Wasserstelle für eine Rast. Der Weg teilt sich, rechts geht es zur Kögalm, die zu einer Jause einlädt. Wir halten uns links. Ein Wegweiser zeigt uns den Weg zum Steinernen Tor / Erfurter Hütte. Es ist noch ein weiter Weg.

Nun folgen wir den Weg 413, der uns auf einem schmalen Pfad am Berghang durch den Wald führt. Rechts sehen wir von weitem den Achensee, den wir morgen bewandern werden. Langsam geht es unaufhörlich höher am Köglgraben und am Ochsenkoop vorbei und überquerren dann den Labschlaggraben.
 
An einem Fluss ruht eine Viehherde und schaut uns blöd an. Die Landschaft ist hier malerisch und seit den letzten 1 1/2 Stunden sind uns keine Leute mehr begegnet. Dann sehen wir die Hütte am Kofalm-Mitterleger (1608m) und hoffen auf eine Einkehrmöglichkeit. Leider ist dort keine Menschenseele. Auch die Wasserhähne bei der Viehtränke waren abgestellt, so dass wir unser warmes Wasser trinken mussten.

Nach einer kleinen Rast und Sitzpause geht es über den Kotalm-Hochleger weiter aufwärts in Richtung Steinernes Tor. Die Sonne knallt hier auf uns nieder und es gibt keinen Schatten.
 
Selten kommen uns Leute entgegen und wir stellen fest, dass es talwärts wandern einfacher ist als aufwärts, denn die Leute sehen so entspannt aus. Dann entdecken wir eine Wasserstelle und freuen uns über klares kaltes frisches Wasser. Herrlich! Nun geht es noch einmal aufwärts bis wir das Steinerne Tor (1978 m) erreichen. Hier machen wir eine kleine Pause und genießen die Aussicht, was wir geschafft und noch vor uns haben.

 Nun folgen wir dem Enzianweg 413 zick zack abwärts. Es liegen hier noch Schneebretter, die wir überquerren.
 
Dann erreichen wir die Dalfazalm (1693m). Hier halten wir uns links weiter auf dem Enzianweg. Der Weg zur Erfurter Hütte ist noch gefühlt sehr lang und geht wieder aufwärts (1834 m). Dann haben wir es geschafft und gönnen uns auf der Terrasse mit Vogelperspektive unsere Tagesbelohnung.
 
Hier herrscht auch ein ziemlicher Trubel. Da wir zu spät gekommen sind, ist unsere Reservierung erloschen und erhalten eine Notunterkunft, was uns nichts ausmacht. Wir haben unsere schwierige Wandertour geschafft, sind stolz darauf, genießen die Stunden mit Blick ins Tal auf der Terrasse, alles andere ist nicht wichtig.
 






















































 

Freitag, 13. September 2019

Heidschnucken erneut einer der besten Wanderwege Deutschlands



2019 ist es wieder soweit. Der Heidschnuckenweg wurde unter den ersten drei schönsten Wanderwegen Deutschland ausgezeichet. In dem Wettbewerb musste der Heidschnuckenweg sich schließlich mit dem Weg Wilde Endert in Rheinland-Pfalz und dem baden-württembergischen Kaiserstuhlpfad geschlagen geben. Aber das Ergebnis ist eine tolle Bestätigung für alle die daran mitgewirkt haben und der-Wanderfreund.de gratuliert herzlich.

Quelle: Winsener Anzeiger Freitag, 13. September 2019


Hier eine Beschreibung von uns zum Heidschnuckenweg. Er ist das ganze Jahr wanderfähig und jetzt um diese Zeit aufgrund der tollen Heideblüte sehr reizvoll.

Heidschnuckenweg – der neue Qualitätswanderweg in Niedersachsen


"Entdecke die Lüneburger Heide auf den Heidschnuckenweg"
Heidschnuckenweg – der neue Qualitätswanderweg in Niedersachsen



Niedersachsen hat einen neuen Qualitätswanderweg – den Heidschnuckenweg – zu bieten und ist zu recht mächtig stolz darauf. Der Heidschnuckenweg, mit einer Länge von 223 Kilometern mit 13 Etappen quer durch die Lüneburger Heide, kann in der Liga mit den größten und schönsten Wanderwegen Deutschlands, wie der Malerweg in Sachsen oder der Rheinsteig, mithalten.


Der Heidschnuckenweg führt von Hamburg – Fischbek bis nach Celle und gilt den Wanderern ein einzigartiges Wandererlebnis mitten durch eine europaweite einzigartige Heidelandschaft und ist das ganze Jahr begehbar. Er wird touristisch gut vermarktet, so dass die Hotel- und Gastronomie sich auf die Wanderer nun nach und nach einstellt und Leistungsangebote erarbeitet.


Der Heidschnuckenweg ist mehr als ein Wanderweg durch die rosablühende Heide und grünen Wachholderbüschen und Kiefern. Er ist das ganze Jahr, auch im Winterschnee, begehbar und besonders reizvoll. Er bietet eine Reise in eine der ältesten und ursprünglichen Kulturlandschaften. Er ist zwar kein Höhenweg. Dafür schlängelt er sich verträumt durch die sanfte, flache Landschaft der Lüneburger Heide von Norden bis Süden.


Der Wanderfreund hat und den Heidschnuckenweg bewandert und die Etappen vorgestellt.



Auf dem Heidschnuckenweg die Lüneburger Heide entdecken!


Umfangreiche Informationen zum Heidschnuckenweg, wie Etappen, Wegbeschreibungen, Wegekarten, Navigationsdaten etc. findet ihr auch unter www.heidschnuckenweg.de .

Immer gut ausgeschildert

Erfahrungen zu den Etappen von www.der-wanderfreund.de findet ihr unter Wandertrips – Niedersachsen oder direkt auf die veröffentlichten Etappen:


Achtung: Da auf der Strecke keine oder wenige Einkehrmöglichkeiten sind, sollte immer ausreichend Proviant und Getränke im Rucksack sein!!!

Sonntag, 25. August 2019

Adlerweg Etappe 6 Pinegg nach Steinberg am Rofan (Gasthof Waldhäusl)

Adlerweg - Der Weg ist das Ziel

Nachdem meine Frau Ella und ich aus dem Norddeutschen Bereich immer mehr südlichere Wanderwege für unsere Fernwanderungen aussuchten, sind wir nun auf den bekanntesten Fernwanderweg in Tirol gestoßen, dem Adlerweg. Dieser ist 2015 neu überarbeitet worden und hat nun 24 Etappen mit insgesamt 320 km und 23.000 Höhenmetern. Die letzten zwei Jahre sind wir jeweils quer durch das Allgäu gewandert. Im Vergleich dazu ist der Adlerweg eine weitere Wanderliga und schon eine Herausforderung. Geplant haben wir in diesem Jahr die ersten 12 Etappen von St. Johann nach Innsbruck, mit 180 km und ca. 11.500 Höhenmetern, zu wandern. Geschafft haben wir allerdings aufgrund schlechter Wetterbedingungen 9 Etappen. Wir erlebten ein fantastisches Bergerlebnis mit tollen Erfahrungen bei Termperaturen bis zu 37 Grad. Das hat uns schon an unsere Leistungsgrenzen gebracht, so dass die Tour ein wahres Abenteuer war und kein einfacher Spaziergang. 

Unsere neun Etappen auf dem Adlerweg 

Etappe 1: St. Johann im Tirol zur Gaudeamushütte
Etappe 2: Gaudeamushütte zum Hintersteiner See
Etappe 3: Hintersteiner See (Pension Maier) nach Kufstein
Etappe 4: Kufstein zur Buchackeralm
Etappe 5: Buchackeralm nach Pinegg
Etappe 6: Pinegg nach Steinberg am Rofan (Gasthof Waldhäusl)
Etappe 7: Steinberg am Rofan zur Erfurter Hütte 
Etappe 8: Erfurter Hütte / Maurach am Achensee zur Gramaialm (Alpengenusshof)
Etappe 9: Gramailalm zur Engalm  

Als Wanderliteratur und Wanderführer benutzten wir mit guten Erfahrungen: Österreich: Adlerweg, Christian Rupp, OutdoorHandbuch Band 359, Der Weg ist das Ziel, ISBN 978-3-86686-469-6.

Die Daten der Etappe 6:  Pinegg nach Steinberg am Rofan (Gasthof Waldhäusl)
Länge 17,8 km (Plan) 18 km (Navi)
6 Std. Laufzeit (Plan) echt 6:30 Std. Aufstieg: 1050 m Abstieg: 750 m Höchster Punkt 1327 m Niedrigster Punkt 670 m
Anspruch: Bergwelt rot

Von Pinegg verläuft die sechste Etappe vom Gasthof Gwerchenwirt über die Brücke der Brandenberger Ache und dem Jägersteig durch tiefe Mischwälder bis in den Brandenberger Ortsteil Aschau. Ein kurzes Stück auf der Dorfstraße bis zum Burgstallgraben, weiter aufwärts nach Wimm, zum Wimmerjoch und zur alten Lahnalm. Nun überquert man den Weißenbachgraben und folgt dem Weg zum „schönsten Ende der Welt“, nach Steinberg am Rofan in den Tiroler Bergen. Weiter führt die Tour über die Steinberger Ache nach Vordersteinberg, dann über den Bärenwaldweg zur familiären Jausenstation Gasthof Waldhäusl, in der man übernachten kann. 
  


 https://www.bergwelten.com/t/w/14148

Wir wandern heute, wieder bei  hochsommerlichen Temperaturen, durch die Brandenberger Alpen. Sie erstrecken sich vom Achensee im Westen bis Kufstein im Osten. Im Norden grenzen sie an die bayrischen Voralpen und im Süden an den Inn. Der höchste Gipfel ist der Hochriss (2299 m) im Rofan. Vom Gasthof Gwerchenwirt folgen wir dem Straßenverlauf der Teerstraße zurück nach Pinegg.
 
Wir folgen der Beschilderung "Aschau" und dann der Beschilderung "Jägersteig" in den Wald.

Auch diese Etappe ist seit 2015 komplett neu erstellt worden und es fehlen z.T. noch Wegweiser mit dem Adlersymbol. Also aufpassen. Zunächst geht es durch lichten Mischwald eine kurze steile Passage bergauf bis zu einer Forststraße und wir wandern weiter, bis wir den kleinen Pfad "Jägersteig" erreicht haben. Dieser führt als Höhenweg am Hang des Aschauhörndl (1287 m) entlang. Es geht dann gemütlich leicht auf und ab und wir überquerren zahlreiche Bäche.

Dann geht es auf einer Forststraße durch den Wald bis Aschau. Dort verlassen wir den Wald und haben einen tollen Blick auf die hügelige Landschaft der Brandenberger Alpen. Das kleine Dorf ist sehr idyllisch und noch zu der frühen Tageszeit sehr verschlafen. Der Adlerweg führt quer durch den Ort und wir erreichen nach einem km den Gasthof Haaser und kehren dort ein.

50 m vor dem Gasthof zweigt der Adlerweg rechts ab und wir folgen nun der Beschilderung "Wimm - Wimmerjoch" zunächst auf der Forststraße durch einen kühlen Wald, später geht er in einen Wanderpfad über. Nun sind wir auf dem Burgstallgraben. Fast haben wir den kleinen Pfad mit dem versteckten Schild verpasst, der durch einen idyllischen Farn-Wald geradeaus weiter am Zaun des "Brandls" entlang läuft.

Etwas weiter stoßen wir auf den Erbhof Wimm. Wir folgen der Schotterstraße mit der Beschilderung "Steinberg", verlassen allerdings die Forststraße nach 100 m links in den Wald.
 
 Auch diese Abzweigung ist leicht zu übersehen. Der Weg geht weiter bergauf bis wir die Almböden der Wimm betreten und kurz dahinter das bewaldete Wimmerjoch erreichen.
 
Auf unserem heutigen Weg haben wir bis hierher keinen weiteren Wanderer getroffen und hier oben genießen wir die einsame Atmosphäre. Rechts unten im Tal erkennen wir die weiße Kirche von Steinberg.

Vom Joch führt der weitere Weg bis zum Fluss berab. Es geht durch lichten Wald inmitten dieser herrlichen einsamen Landschaft der Brandenberger Alpen. An einer Forststraße angekommen geht es in Richtung Lahnalm und weiter der Beschilderung "Steinberg". Die Serpentinen der Forststraße gehen weiter ca. 1,6 km bergab.
 
Hier ist die Straße bei der harten Sonne sehr anstrengend und monoton zu laufen. Endlich geht es links ab auf einen Wanderweg, den wir auch erst suchen müssen, durch einen alten Fichtenwald hinab zum Weißenbach. Der Weg ist sehr steil und man muss Acht geben. Am Fluss machen wir eine Pause und erfrischen uns in dem alten Bach mit dem herrlichen kalten Wasser.

Dann geht es wieder steil empor. Hier werden wir noch einmal gefordert und von der herrlichen Landschaft belohnt. Es geht bergab und wir erreichen dann die Steinberger Ache.
 
Wir überquerren die Brücke, am Parkplatz vorbei, wandern zunächst auf der Straße am Mühlbach entlang bergauf. Es ist noch einmal kräftezerrend bis wir nach 600 m rechts eine kleine Fußgängerbrücke erreichen. Wir finden hier ein Schild "Gasthaus Waldhäusl".

Der Pfad ist etwas eingewachsen und führt in Serpentinen bergauf. Bis wir endlich auf eine asphaltierte Straße nach Steinberg kommen. Bei den ersten Häusern halten wir uns rechts Richtung "Gullert". Dann die letzte Steigung. Wandern rechts auf der "Bärenwaldrunde" nach dem Waldrand und biegen dann beim Mühlegger Bach links ab und erreichen endlich unser Etappenziel "Waldhäusl", wo wir vom Gastwirt herzlich empfangen werden.

Der heutige sechste Wandertag auf dem Adlerweg hat uns wieder mit dem Aufstieg von 1050 Hm gefordert. Auch morgen werden wir wieder viel Kondition benötigen, denn es erwartet uns eine Strecke von 20 km mit vielen Steigungen und Hitze. Aber erst einmal sitzen wir gemütlich auf der Terrasse des Gasthauses Waldhäusl und lassen den Tag bei gutem Essen und einem kühlen Bier ausklingen.