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Mittwoch, 23. Mai 2018

Wilder Rheinsteig Etappe 18 von Kühns Mühle bis Kiedrich (11,8 km)


Wilder Rheinsteig Etappe 18 von Kühns Mühle bis Kiedrich (11,8 km)


Bei traumhaften sommerlichen Wandertemperaturen im April starten wir heute die 18.Etappe von der Kühns Mühle bis nach Kiedrich auf dem Rheinsteig. Wie gestern werden wir auch heute die Etappe 18 + 19 wandern und im Schlangenbad übernachten.


Die Daten der Etappe 18

Länge 11,8 km von Kühns Mühle bis Kiedrich
Gehzeit: ca. 3,5 Std.
Aufstieg: 356 m Abstieg; 369 m
Hartbelag: 13 % Spazierwege: 61% Wanderpfade: 26%

Es geht heute weiter durch den Rheingau. Die Aussicht ist heute auf die prachtvolle Landschaft sehr eindrucksvoll. Wir wandern durch Weinberge im Land der Flaschenbarone und kommen an der ehemaligen Zisterzienserabtei Kloster Eberbach vorbei, auf den Spuren des Films „Der Name der Rose“.

Die Nacht im neuen Gästehaus Gottesthaler Mühle, unterhalb der Kühns Mühle, war sehr angenehm, das Frühstück war sehr reichhaltig. Wir starten um 9 Uhr. Der Weg führt uns zur Kühns Mühle und folgen hinter der Mühle den Weg über den Weinberg, wo die ersten Arbeiter schon die Reben vorbereiten.
Rechts von uns ein toller Ausblick auf Vater Rhein, der uns in der Ferne nun schon fast 300 km begleitet. Die Sonne wird wärmer, die Luft ist noch frisch und die Atmosphäre ist wunderbar.

Dann passieren wir eine Schutzhütte und steigen dahinter bergauf an der Wiese des Modellflugclubs vorbei. An einem kleinen baumumsäumten Jagdhaus geht rechts weiter. Der Weg führt uns zur Siedlung „Rebhang“. Es geht an Ferienhäuser vorbei bis wir wieder entlang des Weinberges hinauf durch den Wald auf den Parkplatz vom Kloster Eberbach stoßen. Die ehemalige Zisterzienserabtei zählt heute zu den schönsten noch erhaltenen prachtvollen Klosteranlagen in Europa.
Die Klosteranlage ist gewaltig. Wir verlassen den Garten hinter der Klosterschänke und umrunden das Klosterareal. Hinter dem alten Friedhof geht´s den Hang empor und langsam verschwindet das Klostergelände.
Über schmale Waldpfade, Hangwiesen und Weinberge nähern wir uns auf dem Rheinsteig langsam dem gotischen Weindorf Kiedrich. Die ersten Häuser sind schnell erreicht und wir machen im Ortskern, unweit der Kirche, eine Sause mit Salat und Pizza. Danach starten wir den zweiten Teil unserer heutigen Wandertour, die Etappe 19 zum Schlangenbad.
Fazit: Leichter Wanderweg mit abwechslungsreichen Einblicken. Wunderschöne Landschaften im Rheingau. Gutes Schuhwerk ist notwendig und wie immer ausreichend Flüssigkeit und Proviant mitnehmen, da unterwegs wenige Angebote sind. Der Rheinsteig ist auch auf dieser Etappe perfekt ausgeschildert. Den Weinort Kiedrich sollte man sich unbedingt näher anschauen.





















Sonntag, 25. Oktober 2015

Wilder Rheinsteig Etappe 11 Braubach nach Kamp-Bornhofen

Karte und mehr

Heute, am dritten Wandertag auf dem Rheinsteig in diesem Jahr, erwartet uns von Braubach nach Kamp-Bornhofen mit 24 km eine schwere Tour. Sie bietet eine Menge Auf- und Abstiege mit jeweils 1.080 Höhenmeter. Die Tour ist zwar sehr anspruchsvoll, allerdings ist sie auch eine schönsten Strecken des Rheinsteigs. Uns erwartet eine naturnahe Strecke mit vielen tollen Rheinausblicken. Mit unserer Laufgeschwindigkeit von 4,1 km/h planen wir diese Strecke mit knapp 6 bis 7 Laufstunden ein. Die Tour hat Alpincharakter  und erfordert in dem schmalen Rheinkamm Trittsicherheit.



Ist klar! Gleich zu Beginn führt uns der Weg mitten aus Braubach hoch auf den ersten Aufstieg. Die Klettertour bringt uns zur wunderschön gelegenen Marksburg. 
 
Auf dem Schlossparkplatz empfangen uns fünf volle Busse mit Amerikanern, die die Burg besichtigen wollen. Dann kommt gleich der Abstieg auf 70 Höhenmeter "An der alten Burg". Gleich darauf geht es auf einem Weinbergspfad wieder steil auf den nächsten Aufstieg auf 200 Höhenmeter. Die Strapazen werden allerdings gleich mit tollen Aussichten auf das Rheintal belohnt.


Wir laufen über gut befestigte Waldwege, dann über felsigem Gestein auf der Rheinhöhe entlang. Der Blick auf den Rhein fasziniert uns eine Wegstrecke am steilen Hang entlang. 
 
Dann führen uns Schleifen wieder bergab ins Dinkholder Tal. Am Dinkholder Bach angekommen führt uns das Rheinsteig Logo wieder bergauf. Das Herz schlägt kräftig, die Schweißdrüsen arbeiten, das ist das Leben. Wir rasten im Hang mit grandioser Aussicht.


Über den Bergrücken durch Laufwald erkennen wir die Silhoetten von Spay am Rhein. In der nächsten Wanderstunde und zwei Täler weiter entdecken wir weitere traumhafte Aussichtspunkte Grendling und Kipplei. 
 
Unter uns liegt der Rheindamm des Naturschutzgebietes von Osterspai und auf der anderen Rheinseite die Weinlage Bopparder Hamm. Herrliche Ausblicke bei diesem traumhaften Wanderwetter im Oktober.


Den Weg weiter durch Wiesen und Obstbäume auf dem Rheinberg folgend erreichen wir erneut einen kühlen Wald mit großem alten Buchenbestand. Langsam führt uns der Rheinsteig leicht absteigend am Schloss Liebeneck vorbei. Oberhalb des lang gestreckten Ortes Osterspai ist es bis Filsen nicht mehr weit. Vor Filsen macht der Rhein seine schönste Schleife und umschlingt das Dorf im Bogen.


Von Filsen geht es gleich wieder aufwärts auf 240 Höhenmeter zum Filsener Ley. Hier wird der Weg flacher. Auf der rechten Rheinseite haben wir einen tollen Blick auf den Weinort Boppart. Von dort kommt uns die Festmusik vom Weinfest entgegen. Dieser Anstieg hat sich gelohnt.


Weiter voraus sehen wir unser Etappenziel Kamp-Bornhofen. Ein befestigter Weg nimmt uns in Richtung Wilhelmshöhe auf, von deren Hütte erkennen wir die „Feindlichen Brüder“ die Burgen Sterrenberg und Liebenstein. Langsam führt uns der Weg auf 320 Höhenmeter. Dann steigen wir durch einen dichten Eichen-Niederwald im Zick-Zackkurs hinab. Steile Stufen der Waldtreppe enden an der Kreisstrasse 103.


Dort erreichen wir endlich unser Hotel Landhaus Sonnenhang, wo wir unsere Zimmer bestellt haben. Der Hotelier hat allerdings eine böse Überraschung für uns. Unsere Reservierungsmail ist angeblich nicht angekommen und wir stehen ohne Zimmer da. Eine Ausrede, die, wie wir später von Einheimischen hören, wohl öfter schon gemacht wurde. Deshalb sprechen wir einen Hotelalarm für dieses Hotel aus. Nur durch Glück bekommen wir noch drei Zimmer im Kamp-Bornhofen.

  

Fazit: Schwerer Wanderweg mit ständig wechselnden Auf- und Abstiegen, aber abwechslungsreichen Einblicken. Tolle Ausblicke auf wunderschöne Landschaften Richtung Rhein. Gute Kondition und gutes Schuhwerk ist für diese Etappe notwendig. Wie immer ausreichend Flüssigkeit und Proviant mitnehmen, da unterwegs wenige Angebote sind. Der Rheinsteig ist auch auf dieser Etappe perfekt ausgeschildert. Viele Wanderer kommen uns auf dieser Etappe am 3. Oktober Feiertag entgegen.



Achtung Hotelalarm: Hotel Landhaus Sonnenhang in Kamp-Bornhofen 
                                     nicht buchen!!!