Mittwoch, 12. Juli 2017

Allgäu Wanderung Wasserläufer-Himmelsstürmer Etappe 2 Kenzenhütte nach Füssen 21,8 km

Allgäuer Fernwanderung - Wasserläufer-Himmelsstürmer-Route 170 km

 Wasserläufer-Himmelsstürmer-Route

Informationen zur Gesamtroute


Etappe 2: Kenzenhütte bis nach Füssen 21,8 km

Gestern erfolgte unsere erste Etappe von Halblech auf die Kenzenhütte. Für den zweiten Wandertag auf der Wasserläufer – Himmelstürmer Route haben wir uns zwei Etappen mit 21,8 km (plan) vorgenommen.

Die Daten zur zweiten Etappe:

Teil 1: Länge Kenzenhütte – Tegelberghaus 10,3 km (plan) 12,7 km (Navi), Start 8 Uhr Ziel 15 Uhr. Wanderzeit 6:00 Std. Start 1280 HM Kenzenhütte, Ziel Tegelberghaus, Aufstieg 976 HM Abstieg 593 HM, Wetter 20 – 30 Grad Trocken, Sonne, wenig Wolken, frischer angenehmer Wind.

Schwierigkeitsgrad: mittel - schwer

Die Strecke: Kenzenhütte – Kenzenkopf – Kenzensattel – Gabelschrofen – Niederstraußberg – Ahornspitze - Tegelberghaus
Teil 2:  Tegelberghaus – Füssen 11,5 km, Aufstieg 314 HM, Abstieg 1221 HM.

Strecke: Tegelberghaus – Marienbrücke – Schloss Neuschwanstein – Schloss Hohenschwangau – Alpsee – Kalverienberg - Füssen

Schwierigkeitsgrad: mittel

Kenzenhütte nach Füssen über Tegelberg (2 Teile)  hier viele Daten zur Strecke:

Kenzenhütte zur Tegelhütte

Tegelhütte nach Füssen


Wir  starten unsere zweite Etappe von der Kenzenhütte um kurz nach 8 Uhr. Der Aufenthalt in der Hütte war sehr angenehm. Alles war sehr persönlich, zuvorkommend und nett. Auch die kleine Kammer war gemütlich.
Auf unserer heutigen Route sind wir sehr gespannt. Es wird eine lange Tour mit 22 km und 1.401 HM Aufstieg und 1.800 HM Abstieg sein. Eine große Anstrengung  für unsere Körper. Dazu kommt noch, dass es heute sehr warm bis heiß werden soll.
Zum Glück ist es in der Frühe noch frisch. Die Wolken lösen sich allerdings langsam auf. Die Ruhe in den Bergen ist beeindruckend. Die ersten beiden Kilometer geht es aufwärts auf 1610 HM, bis wir den Kenzenkopf erreichen. Hier treffen wir zwei Wanderer, die auf ihre zwei Freunde warten, die einen Abstecher zum Kenzenkopfgipfel auf 1745 HM machen.
Wir kommen ins Gespräch. Ihr Etappenziel ist die Tegelberghütte. Haben wir uns mit Füssen für heute zu viel vorgenommen? Auch das Wetter könnte mit den hohen Temperaturen schwierig werden. Wir bekommen die ersten Zweifel.
Langsam geht es zum Kenzensattel. Danach ein weiterer zwei Kilometer Aufstieg auf 1915 HM zum Gabelschrofen. Bis hierhin ging es langsam über schmale Bergpfade. Die Vegetation wurde immer karger. Es ging über kleine Bergwiesen und durch Kieferlatschen. Später über Schotterpfade, dann grobes Geröll und Felsfelder.
Trittsicherheit ist gefragt und höhensicher sollte man sein. Auf dieser Alpinestrecke ist man fast alleine und man kann die Landschaft mit den vielen Alpenblumen und schroffen Felsen erleben. Auch sieht man Berggämse und Steinböcke, die uns von weitem beobachten. In einigen Felsspalten liegt hier oben noch Schnee.    
Nach kleiner Rast auf dem Gabelschrofen beginnt unser Abstieg. Die Ahornspitze passieren wir auf ca. 1700 HM.
 
Nach 10,3 km (Navi 12,7 km) anstrengender Bergtour erreichen wir nach sechs kräftezehrenden Laufstunden die Tegelberghütte (1707 HM). Hier machen wir eine Rast und überlegen, wie wir den zweiten Teil der Tagestour angehen.
Die Kraft kommt langsam wieder und wir starten den Abstieg des zweiten Teils der Tour. Im Halbschatten des Waldes führt der Pfad auf Serpentinen stetig abwärts. Der schmale Pfad ist mal steinig, schotterig, wurzelig und führt direkt am Berg hinunter.
 
Dafür werden wir stetig mit tollen Ausblicken, auch auf das Schloss Neuschwanenstein, belohnt. Nach 2 ½ Stunden Abstieg erreichen wir die Marienhütte, wo uns  ein frischer Wind aus der Schlucht empfängt.
Der Abstieg war ebenso kräftezehrend und die Sommertemperaturen machen sich bei uns bemerkbar. Wir erreichen das Schloss Neuschwanenstein und genießen die wunderbare Königsatmosphäre.

Nun sind wir neun Stunden unterwegs und haben noch mindestens sechs Kilometer vor uns. Beim Schloss Hohenschwangau beschießen wir den Ausstieg aus der heutigen Tour und fahren erschöpft mit dem Taxi zu unserem Hotel in die Altstadt von Füssen.
 Fazit: Diese faszinierende Etappe war im ersten Teil eine eindrucksvolle alpine Wanderung . Die einsame naturnahe Landschaft war ein landschaftlicher Leckerbissen. Sehr idyllisch und erlebnisreich, inklusive beeindruckender Ausblicke. Der zweite Teil war mit dem langen Abstieg sehr naturnah mit einer historischen geheimnisvollen Aura. Höhen- und Trittsicherheit sollte man haben. Wichtig sind ausreichend Getränke und Proviant dabei zu haben. Gut ausgeschildert.

































































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