Mittwoch, 12. August 2020

Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal Oberstdorf - Schattenbergkreuz 8,5 km



Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Oberstdorf - Schattenbergkreuz 8,5 km

Man sieht es von Oberstdorf sehr gut, wenn die Sonne vom Schattenbergkreuz reflektiert wird. Der Schattenberg in Oberstdorf ist durch die berühmten Vierschanzentournee sehr berühmt. Oberhalb der Schanzentürme grüßt unser heutiges Wanderziel das Schattenbergkreuz. Von dort haben wir eine herausragende Sicht auf den meistbesuchten Ferienort Deutschlands. Nur Einheimische und vereinzelt gut informierte Gäste suchen dieses Wanderziel, denn der Weg dorthin, wird nicht offiziell beworben. Er ist auch nicht übermäßig genussvoll mit seinen 820 HM Aufstieg, aber die tolle Perspektive ist schon einzigartig.

 

Wir steigen von 840 HM am Parkplatz Oybele Festhalle nahe der Trettachbrücke auf 1660 HM. Der Weg ist ein nicht näher bezeichneter Bergsteig, phasenweise sehr steil. In den Latschen recht anstrengend. Für die Tour brauchen wir ca. 4:15 Std, die wir recht einsam genießen können.

 

Hinter der Trettachbrücke in Oberstdorf geht es in Kehren zum Kühberg hinauf. Da kommen schon die ersten Schweißtropfen auf die Stirn, bei diesen trockenem auf feuchtwarmen Wetter. Wir treffen die Oytalstraße, bis scharf links ein Fahrweg zur Skischanze abzweigt. Imposant ragt sich die Skischanze aus dem Berg. Wir achten nun auf einen kleinen unbeschilderten Pfad, einen schnell zu übersehenden Trampelpfad, in den Wiesen. Ist er es, der diagonal zum Waldrand empor zieht und dann in den Wald mündet?

Nach einer Linksabbiegung im Wald wird die Trasse besser. Nun heißt es Kraxeln und in den Kehren weiter und weiter nach oben steigen, bis wir endlich auf 1400 Meter zu einer Kanzel mit wunderbarem Tiefblick auf Oberstdorf verwöhnt werden. Der Blick ist so schön, dass wir uns fragen, ob der weitere Aufstieg sich eigentlich lohnt. Das wird allerdings von vier jungen Wanderern aus München bestätigt, die gerade vom Schattenbergkreuz kommen.

Also auf gehts. Der Wald wird von der Krummholzzone abgelöst. Bis zum Schattenbergkreuz wir es sehr steil. Das Panorama hier oben ist nochmals besser geworden. 

Der Aufstieg hat sich wirklich gelohnt. Der Ausblick ist wunderbar, die Sonne scheint, der Blick hinein ins Gebirge auf die Berge ums Stillachtal und natürlich auf Oberstdorf ist beeindruckend.    

Nachdem wir uns dann sattgesehen haben und ins Gipfelbuch verewigt haben, geht es den selben Weg wieder abwärts. Die Tour hat sich wirklich gelohnt. Nun können wir stolz behaupten, wenn wir in Oberstdorf das funkelnde Schattenbergkreuz bewundern, wir waren schon mal dort oben.

 

Sonntag, 2. August 2020

Bergheim Moser – Fiderepasshütte – Bergheim Moser 14,1 km


Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Hier findest Du unsere gesamten Wanderwege dieser Serie
Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Bergheim Moser  – Fiderepasshütte – Bergheim Moser 14,1 km


Tag sieben in Oberstdorf im Juni. Endlich ein schöner trockener Sommertag. Aber nicht zu heiß zum Wandern. Der Himmel ist schon blau. Nur vereinzelt lassen sich noch Wolken blicken. Unsere Tour führt uns heute auf 2070 HM auf die Fiderepasshütte. Sie lockt auf deutsch-österreichische Grenze von beiden Seiten viele Wanderer an. Allerdings wohl nicht so viele, als wenn dieser Ort mit einer Seilbahn zu erreichen wäre. So müssen wir uns vom Bergheim Moser bei 1215 Hm die vielen Schleifen und Kehren bis zur Fiderepasshütte erwandern, was viele Wanderer dann doch abschreckt.
Ausgangspunkt ist der untere Parkplatz beim Bergheim Moser. Abzweigung Bödmen von Mittelberg nach Höfle. Wir haben Glück. Es ist noch früh und wir können noch einen Stellplatz auf dem Parkplatz unterhalb vom Bergheim Moser ergattern.
 
Auf breitem Güterweg geht es zum Bergheim Moser durch einen kleinen Grabenwinkel und dann über die Untere zur Inneren Wiesalpe (1298 Hm). Wir überholen die ersten Wanderer, die sich nicht wirklich bemühen und schon mit den ersten Jausenstationen liebäugeln.
Wir halten uns auf dem Fahrweg rechts und passieren die bewirtschaftete Fluchtalpe (1390 HM), wo wir eine kleine Einkehr machen.  Hier beginnt der eigentliche Pfad nach oben. In Kehren geht es über steilere, noch teils bewaldete Geländepartien und allmählich in eine weite kahle Bergsteigung.
 
Nur wenige Wanderer folgen heute diesen Pfad nach oben, einige kommen uns relativ frisch entgegen. Der Gipfel kommt immer näher. Nun folgt noch ein ausgeprägter Zickzackkurs, bis wir dann das Dach der Fiderepasshütte sehen und die Hütte langsam Konturen annimmt.
Hier oben empfängt uns eine gigantische Aussicht. Die Hütte wurde in vielen Jahren immer wieder ausgebaut und modernisiert. Der Standort ist gewaltig.
 
Hier hat man einen tollen Ausblick auf die Oberstdorfer Hammerspitze, schräg gegenüber der Kammzug der drei Schafalpenköpfe, über die der Mindelheimer Klettersteig verläuft. Auf der Terrasse kann man ausführlich die tolle Atmosphäre genießen. Die Speisekarte verspricht einige Leckereien. Und so bleiben wir eine Weile.
Dann geht es wieder abwärts. Wir wählen erst die gleiche Route und zweigen dann beim ersten Wanderwegweiser nach rechts Richtung Wannenalpe (1821 Hm). Im weiteren Verlauf wird der Pfad am Hangrücken recht schmal und erreichen dann die Innerkuhgehrenalpe (1673 HM). Auch hier ergibt sich nochmal eine Einkehr. Allerdings müssen wir den Kuhstau erst einmal überwinden.
Dann tauchen wir weiter abwärts in den Wald hinein. Vor uns warten etliche Serpentinen auch über Lichtungen und kommen dann nach langem Marsch wieder zur Inneren Wiesalpe. Beim Abstieg von Innenkuhgehren hat man eine idyllische Perspektive ins innere Kleinwalsertal um Mittelberg.
 
Das letzte Stück ist identisch mit dem Hinweg, kommt uns aber viel länger vor. Dann passieren wir das Bergheim Moser und sehen dann den unteren Parkplatz.

Fazit: Beeindruckende Wandertour, gigantische Aussichten. Obwohl es gewöhnliche, gut oder ordentlich ausgebaute Bergwege in mittelsteilem Gelände sind, sollte man doch konditionell gut drauf sein. Es kommen schon 900 HM zusammen. Festes Schuhwerk ist wichtig. Beste Jahreszeit von Ende Mai bis Oktober. Obwohl einige Hütten auf der Tour zur Einkehr einladen, sollte immer die Wasserflasche gefüllt sein. Wunderbare Wandertour, die wirklich vielseitig ist, Spaß macht und 5:15 Std. Laufzeit erforderte, mit 870 HM Aufstieg und 870 HM Abstieg.






































Sonntag, 26. Juli 2020

Reute – Breitachklamm – Waldhaus - Riezlern 13,5 km


Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Hier findest Du unsere gesamten Wanderwege dieser Serie
Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Reute – Breitachklamm – Waldhaus - Riezlern 13,6 km

Tag drei in Oberstdorf im Juni. Heute scheint es ein trockener Tag zu werden. Erst gegen Abend ist wieder Regen angekündigt. Heute starten wir bei einem freundlichen Sommermorgen unsere Wanderung durch die Breitachklamm. Da man coronabedingt die Klamm in einer Richtung, von Reute nach Riezlern bewandern darf, verlassen wir Oberstdorf und erreichen schnell die Schlechtenbrücke.

 
Dort sind auch schon Wanderwege ausgeschildert und folgen unseren Wegweiser. Wir überqueren die Straße, halten uns kurz links und gehen dann den Wanderpfad den Berg hinauf Je höher es geht, desto schöner ist die Aussicht auf Oberstdorf.
Der Wanderpfad führt auf eine kleine Straße bis wir oben auf die B19 treffen. Am Hotel Oberstdorf geht es rechts vorbei. Wir sind im Ortsteil Reute. Der Weg führt an Wiesengelände vorbei und durch einen Mischwald. Wir treffen dann die Breitach, die uns den Weg zur Klamm weist. Wir kommen zum unteren Klammeingang. Überraschenderweise ist der Eingangsbereich recht wenig besucht, was in der Haupturlaubszeit wohl anders sein wird.
Die Wartezeit ist nicht lang. Wir entrichten unsere Eingangsgebühr „Kassa Berg“ und treten in das Kernstück der Tour ein. Die Breitachklamm wird als das größte Naturwunder des Allgäus gefeiert und ist für viele Besucher eine fesselnde Sehenswürdigkeit.
 
Beeindruckend ist der Gang durch den spektakulären Felsenschlund, den die Breitach in jahrtausenderlanger Kleinarbeit geschaffen hat. Das Wasser stürzt durch tiefe, glattpolierte Kolke, stürzt über Schluchten mit beachtlichem Getöse.
 
Die Felsen rücken ganz nah, hängen mitunter sogar über uns. Dann erreichen wir die Trümmer eines Bergsturzes im Jahre 1995, die wilde Szenerie verstärkt sich.
 
Dann öffnet sich die Schlucht und wir verlassen den oberen Klammeingang. Unsere Wanderung durch die Klamm misst ungefähr 2 km, die dann in Riezlern enden wird.
Dann wandern wir weiter Richtung Riezlern. Nun merken wir, dass nicht nur die Klamm sehr feucht ist, sondern auch von oben Regen auf uns niederschlägt. Wir wandern leicht aufwärts am Fluss entlang und entdecken am Ufer haufenweise Steinmännchen auf den Kiesbänken.
 
Auf Naturwegen überqueren wir die Grenze zu Österreich. Der Regen wird stärker und wir freuen uns, dass wir das urige Waldhaus erreichen. Dort machen wir eine Einkehr.
Als es einigermaßen wieder trocken geworden ist, wagen wir den Endspurt nach Riezlern. Wir wandern weiter am Ufer der Breitach entlang, überschreiten die alte Schwendebrücke und erreichen auf matschiger Strecke Außenriezlern.

 Der Regen wird heftiger. Nun geht es über den Füllhornweg zur Leo-Müller-Straße und erreichen dann die Riezlern Post, wo wir mit dem Bus Linie 1 zurück nach Oberstdorf kommen.  
Fazit: Beeindruckende Wandertour, größtenteils ganz leicht, bequeme Talwanderung. In der Klamm perfekte Steiganlage, die allerdings meistens nass ist. Festes Schuhwerk ist wichtig, vorsichtig gehen und auf Felsvorsprünge ist zu achten. Wenig anstrengende Tour, die 3:45 Std. Laufzeit erforderte, mit 370 HM Aufstieg und 180 HM Abstieg.