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Montag, 4. Juli 2016

Schluchtensteig 3. Etappe Schattenmühle nach Fischbach 20 km



Über das Gasthaus Schattenmühle gibt es im Internet viele negative Bemerkungen. Wir haben es getestet. Die Zimmer sind zwar einfach eingerichtet, das Essen ist aber okay. Die Preise sind etwas zu hoch, aber insgesamt bewerten wir das Preis-Leistungsverhältnis als okay ein. Dafür bekommt man nostalgische Schwarzwaldatmosphäre und das Hotel liegt direkt am Schluchtensteig und die Sonnenterrasse ist wunderbar.

Der dritte Tag verspricht uns ein Wanderwetter, trocken mit 21 Grad. Nun geht es auf der Etappe von der Schattenmühle nach Fischbach.

Hier die Etappen:


Wir verlassen die Schattenmühle, überqueren die Straße Richtung Brücke. Nach einigen Metern vor der Brücke geht ein kleiner Pfad in den Wald aufwärts.
 
Der Anstieg ist steil. Nach kurzer Zeit wird  der Körper heiß und treibt den Schweiß. Nach einigen Minuten stoßen wir auf einen breiten Waldweg. Es geht nach links, Richtung Räuberschlössle.
Der Weg geht durch den Wald. Dann hinaus an Kornfelder und bunten Wiesen entlang, gelangt man zur Schlucht. Das Wasserrauschen der Wutach kommt immer näher. Dann erreichen wir nach 2,5 km das Räuberschlössle auf 720 HM. Hier ist ein schöner Aussichtspunkt. Die einstige Burg war später ein „Versteck für Gesindel“. Gesindel treffen wir dort nicht, allerdings unsere mitreisenden Wanderer. Die nächsten drei km verläuft der Weg konstant auf der gleichen Höhe, bis wir eine überdachte Holzbrücke – Stallegerbrücke – erreichen.
Unsere Tour geht rechts der Brücke weiter. Wir stoßen auf einen märchenhaften Weg. Ein schmaler naturnaher Pfad läuft direkt am Fluss einlang.
 
Der Weg führt uns zur Rotenbachmündung, zur Rotenbachbrücke und dann zu zwei weiteren Stahlgitterbrücken. Wie überqueren die Wutach und folgen der Wegmarkierung auf den Berg Richtung Lenzkirch.
Die Tour geht über beeindruckende Naturpfade an der Haslach entlang.
 
Bis wir an Feldern vorbei Lenzkirch erreichen. Dort kehren wir im Cafe am Rathaus ein und stärken uns für die restliche Strecke dieser Tour. Witzig. Wir treffen dort auch wieder die anderen Wanderer, die uns schon seit Tagen begleiten. Es entwickelt sich schon langsam eine kleine Gemeinschaft.
Nun haben wir noch eine aufsteigende Tour von 804 HM auf 1110 HM vor uns. Bis wir dann das Etappenziel Fischbach auf 1049 HM erreichen, aber das sind noch sieben Kilometer. Langsam traben wir aus Lenzkirch hinaus. Von einem Aussichtspunkt haben wir noch einem einen schönen Ausblick auf diese schöne kleine Stadt.
 
Wieder geht es durch dichten Wald und an saftigen Wiesen und Weiden vorbei. Hier grasen die Kühe noch auf diesen Weiden. Auf 952 HM erreichen wir die Cyriakuskapelle. Dort machen wir eine kleine Pause, bevor es wieder weiter aufwärts geht.
 
Die Steigung bedarf einer guten Kondition. Nach dem höchsten Punkt und einer Picknickstelle geht es rechts abwärts und wir erreichen erschöpft aber glücklich unser Etappenziel Fischbach.
Fazit: Die Strecke ist lt. Navi 20,7 km lang. Sehr schöne Naturpfade und die Strecke ist sehr abwechslungsreich und zum Teil märchenhaft verträumt. Der höchste Punkt 1110 HM. Auf 510 HM ab 360 HM. Die Strecke ist perfekt ausgeschildert. Für die Tour ist gutes Schuhwerk notwendig. Außerdem sollte Proviant und Getränke in den Rucksack eingepackt werden, da unterwegs nur wenig Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind.
 



















































Donnerstag, 9. Juni 2016

Fernwanderung auf dem Schluchtensteig in Baden-Württemberg 119 km




Nach langer Fahrt von Hamburg treffen wir in Stühlingen im Südschwarzwald ein. Der kleine verträumte Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze. Der Luftkurort ist idyllisch gelegen auf 501 HM.

Wir fahren direkt zu unserem Landgasthof Hotel Rebstock. An der Rezeption werden wir sehr freundlich empfangen. Hier herrscht ein angenehmes Schwarzwaldambiente. Von der Hoteldame mit Schwarzwalddirndl erfahren wir, wo der Einstieg in den Schluchtensteig ist und wo wir unseren Wagen in der Wanderzeit parken können. Eine wichtige Info.

In den nächsten sechs Tagen wandern wir mit Etappenlängen von 18 – 23 km auf der einzigartigen Route von 119 km durch den Südschwarzwald von Stühlingen nach Wehr. Zuerst geht es unweit der Schweizer Grenze streckenweise entlang der historischen Sauschwänzlebahn, die wir unterwegs schon bewunderten.
Problematisch ist allerdings das Wetter mit dem Dauertief Elvira. Gestern gab es deswegen einen Erdrutsch in der wildromantischen Wutachtschlucht. Da müssen wir durch. Allerdings mussten wir eine zwei Kilometer längere Umleitung über Bachheim laufen. Sicherheit geht vor. Weiter geht es zum Schluchsee, danach zum Dom St. Blasien, über sanfte Hochflächen des Hotzenwaldes nach Todtmoos und zuletzt durch das waldreiche Wehratal bis zum Zielort Wehr.


Auf dieser Strecke werden wir 2.640 HM auf und 2.750 HM abwärts überwinden. Wir freuen uns auf den Qualitätswanderweg mit Gütesiegel.

Wir folgen dieser Wegmarkierung:

 http://www.outdooractive.com/img/800//2353971/.jpg

Der gesamte Schluchtensteig ist, bis auf einige wenige Ausnahmen, sehr gut ausgeschildert. Die Ausnahmen sind nicht kritisch, aber eine Verbesserung der Markierung würde die Sicherheit der Wanderer erhöhen. 

Wegecharakter:

Uns erwarten schmale Bergpfade, wilde Steige und stille Forst- und Wirtschaftswege. Im Bereich der Wutachtflühen, am Räuberschlosse, in der Haslachklamm und in der Wehraschlucht führen schmale Steige durch steile Bergflanken. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind gefordert. Gute Kondition ist auf den Wegen notwendig und natürlich gutes Schuhwerk Proviant und vorallem Wasser sollte immer dabei sein, da unterwegs nur wenige Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind.

Wir würden die Wege als leicht bis mittelschwer einstufen. Der Zustand der Wege war aufgrund des vielen Regens sehr matschig und rutschig und manchmal schwer zu gehen. Mit dem Wanderwetter hatten wir dennoch relativ Glück.

Diese Tour ist auch für mich eine Trainingswoche für das Marathonwandern von 45 km auf den Westerwaldsteig am 18.06.2016. Dieses Event wird von der Rheinland-Pfalz Tourismus veranstaltet. #Bloggerwandern