Montag, 8. Juni 2015

Weserberglandweg Etappe 10 Hameln – Unsen nach Rohdental 23,7 km



Weserberglandweg Etappe 10 Hameln – Unsen nach Rohdental 23,7 km

Tag vier des 2. Teiles der Wandertour auf dem Weserberglandweg von Bodenwerder nach Porta Westfalica. Den 1. Teil mit sechs Wanderetappen führten wir im letzten Jahr durch. Es war die Strecke Hann. Münden nach Bodenwerder mit insgesamt 118 km.

In den sechs Wandertagen können wir wieder den Alltag beim Wandern vergessen und den Stress abbauen. Wir tauchen ganz in die Natur ein und freuen uns auf die Landschaft mit vielen Unbekannten.

Heute wird uns die Strecke von Hameln – Unsen nach Rohdental mit 23,7 km und einem Höhenmeter von 765 Auf- und 684 Höhenmeter Abstieg fordern. Der höchste Punkt ist 443 Meter auf dem Süntelberg. Hierfür ist eine mittlere Kondition notwendig.

Gestern haben wir den restlichen Tag genutzt, um uns die schöne Altstadt in Hameln anzusehen. Von den kleinen Gassen, die schönen Fachwerkhäuser und die Weser-Promenade sind wir begeistert. Hameln ist als Rattenfängerstadt weltweit bekannt und mythenvolle Sage ist in der Altstadt spürbar. Leider waren die Füße und die Muskeln vom vielen Wandern müde und so suchten wir eine gemütliche Gaststätte, wo wir den Tag ausklingen ließen.
Wir starten nun unsere Etappe in Unsen und wandern durch den Sünteln Richtung Norden. Es ist noch bedeckt und die ersten Regentropfen empfangen uns. Nun führt uns der Pfad in den Wald auf den Süntelberg, bis wir die Höhe von 443 Meter erreichen.
 
Auf einem Bergkamm der Hohen Egge erreichen wir das Länderdreieck (Hessen - Niedersachsen - NRW) und gehen weiter bis zum steinernen Süntelturm. Dort ist eine Gaststätte, die zum Rasten einlädt. Doch dafür ist es für uns heute noch zu früh. Es hat allerdings aufgehört zu regnen und plötzlich kommt sogar die Sonne durch.
 
Der nächste imposante Stopp unserer Wandertour sind die gewaltigen Hohenstein Klippen.
 
Ein Felsenriff, an dem in vergangener Zeit einst Germanen, Cherusker und Sachsen ihre Götter verehrten.
 
Hier bietet sich ein herrlicher Ausblick in die Ferne des Weserberglandes auf der Teufelskanzel. Das Naturschauspiel beeindruckt uns und wir genießen die einzigartige Atmosphäre.

Unterwegs treffen wir auf verschiedene Schilder mit trauigen Geschichten und Anekdoten aus der Vergangenheit, die uns etwas inne halten. Seit vielen Jahrhunderten von Jahren wird dieser Wald schon genutzt. Hier ist schon viel passiert.
Dann geht es weiter bergab, bis wir die Waldschänke Baxmannbande erreichen. Diese ist am Wochenende ein Wandertreffpunkt, heute ist hier alles leer. Wir gehen weiter von 160 Höhenmeter bergauf, bis wir endlich auf 310 Höhenmeter sind. Über einen Bergkamm geht es weiter durch einen Buchenwald nach Langenfeld.
Ganz in der Nähe liegt Deutschlands nördlichste Tropfsteinhöhle, die Schillat-Höhle, die heute ebenso geschlossen hat. Unser Abstieg nach Rohdental führt uns durch ein wunderschönes Waldgebiet mit vom Aussterben bedrohten Eiben.
 
Der Weg führt uns über die Moosköpfe, ein herrlicher Aussichtspunkt mit Blick auf das Hohensteinmassiv zu unserem Etappenziel Rohdental. Hier finden wir die typischen XW-Weg Bänke, die wir für eine Ruhepause mit Aussicht nutzen.

Zuvor geht es bis dahin an einem großen Steinbruch vorbei, der uns auf einer besonderen Art fasziniert. Hier wird noch viel Übertage gearbeitet und Stein abgebaut.
 
Wir folgen einem Bach, bis wie das Rohdental erreichen. Unsere Weinschänke Rohdental liegt allerdings noch 1,2 km vom Wanderweg Richtung Ortschaft entfernt.
Fazit: Die heutige Etappe führte uns durch eine schöne und sehr abwechslungsreiche Landschaft. Viele Auf- und Abstiege brachten uns zum Schwitzen. Tiefe Buchenwälder und viele schöne Weitsichten belohnten unsere Mühe. Unterwegs gab es viele Geschichten aus der Vergangenheit zu lesen. Die Tour  war mittelschwer und angenehm zu laufen. Die Sonne machte die Wandertour mit vielen schönen Aussichten zu einem Erlebnis. Die Beschilderung des Wanderweges war z. T. sporadisch, aber insgesamt gut. Wir haben uns auch diesmal nicht verlaufen.

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