Mittwoch, 2. Oktober 2013

Heidschnuckenweg Etappe 7 Soltau nach Wietzendorf (18 km)

Serie: Premiumwanderweg Heidschnuckenweg 

hier die

Etappe 7 von Soltau nach Wietzendorf.

Hier die 13 Etappen des Heidschnuckenweges:
 Karte und mehr Bitte klicken!!!

Achtung keine Einkehrmöglichkeit unterwegs. Deshalb bitte ausreichend Proviant und Getränke mitnehmen!!!

Die Hälfte des Heidschnuckenweges mit seinen 232 km und 13 Etappen haben wir geschafft. Wir können ein erstes Fazit ziehen. Die ersten fünf Etappen waren landschaftlich außergewöhnlich schön. Die sechste Etappe war etwas monoton von der Wegführung und landschaftlich gewöhnlich. Aber insgesamt eine lohnenswerte Wanderstrecke, die wir allen Wanderern empfehlen können.
Folge dem "H"

„Die siebte Etappe wird noch öder als die sechste Etappe“, so warnte uns unser Taxifahrer, der uns von Soltau nach Bispingen brachte. Wir lassen uns überraschen.

Unser Startpunkt heute ist nicht der Böhmepark beim Heidschnuckenweg, sondern der Soltauer Bahnhof. Der Wegweiser führt uns in die Innenstadt über den Markt. In der Fußgängerzone finden wir die Abzweigung. 
 
Wir folgen den Weg nach rechts Richtung Celle. Der Weg führt uns durch eine Soltauer Vorstadt, die optisch nicht die beste Visitenkarte für Soltau ist. Passend zum Wetter, was sich langsam eintrübt. Die ersten Regentropfen, die erst für später angekündigt waren, treffen unser Gesicht. Macht nichts. Nun sind wie hier, nun wollen wie die siebte Etappe mit den 18 km entdecken, für die wir 4 1/4 Laufstunden benötigen.

 
Wir verlassen Soltau und unterqueren ein altes Bahndammviadukt. Kurz darauf eine weitere Bahnunterführung, die Museumsbahn. An Wiesen und Waldränder vorbei folgen wir parallel einen Bahndamm bis wir ihn überqueren. 
 
Weiter geht es an Felder vorbei und durch einen Mischwald. Von weitem sehen wir ein (Mais-)feld und irgendwo vor uns rauscht die A7.
 
Wir kommen an einer Abzweigung. Wie geht es nun weiter? Rechts Richtung Weiher Berge oder links Richtung Poggenberg. 

 
Hier erleben wir die erste Schwachstelle der Wegführung des Heidschnuckenweges nach 115 km. Wir suchen links, dann rechts nach dem „H“ . Fehlanzeige. Es muss links sein! (Nachtrag: Die Wegmarkierung wurde nach diesem Beitrag nachgebessert und dürfte jetzt wieder sicher sein. Vielen Dank.)

 
Wir schlagen die Weg links ein und sehen dann endlich das erlösene „H“ an einem Baum. Diese mangelnde Wegführung hat uns mindestens 20 Minuten Laufzeit gekostet. Also bitte aufpassen!

Beim Poggenberg geht es über einen verträumten Bahnübergang in Tiegen. Es folgt ein Wechsel von Wäldern, Wiesen und Feldern am Bahndamm entlang. Nun kreuzen wir rechts den Bahndamm und es geht weiter mit gleichem Landschaftswechsel nach Abelbeck. 
 
Vor dem Ort überqueren wir die A7. Dort unten möchte ich nicht im Stau stehen. Wandern ist da schöner.

 
Bis hierher hat uns die abwechslungsreiche Strecke gefallen. Nun treffen wir auf die breite Panzerstraße, die direkt an der Heidefläche „Wilde Berge“ verläuft. 
 
Heute ist kein Panzerverkehr und keine Schießübungen. Nach zwei langen Kilometer Wanderung auf der Panzerstraße sind wir froh, dass wir die öde Trasse rechts zum Königsberg verlassen können. 
 
Vor der Heidelandschaft haben wir, bis auf die Panzerspuren, nichts gesehen. Der Ausblick nun über die freien Felder ist regenbetrübt. 
 
Kurz vor dem Heidedorf Meinholz treffen wir ein älteres Wanderpaar. Mit Rucksäcken bepackt laufen sie heute von Soltau nach Wietzendorf und morgen nach Müden. Respekt bei einem geschätzten Altern von ca. 75 Jahren. Ansonsten sind wir keinen weiteren Wanderern begegnet.

 
Es geht durch das kleine Heidedorf Meinholz und über die Auebrücke. Weiter über einen schalen Pfad an der Aue entlang und am Wittenmoor und Katzenmoor vorbei. 
 
Zuletzt durch die märchenhaften Auewiesen, über den Imkerweg von Wietzendorf, der der Tour noch einen kleinen Kick gibt.
 
Die Aue fließt hier in die Wietze. Wietzendorf ist ein liebenswertes Heidedörfchen. Berüchtigt ist hier das Honigfest, wenn das Dorf am letzten Septemberwochenende mit 12.000 Besuchern Kopf steht.

Imkerdenkmal
 

Die St. Jokobi Kirche in Wietzendorf lädt zur Besichtigung ein.
 
Fazit: Überraschende sehr abwechslungsreiche Wandertour. Schöne Landschaft, gute Wegführung mit geschwungenen Wegen und vielen verträumten Flusspfaden. Heidefreunde kommen hier allerdings nicht auf ihre Kosten. Trotzdem sehr schön. 

Die öde Panzerstraße muss man schnell abhaken. Achtet auf die Wegweiserschwäche bei den Weiher Bergen! Dort geht der Weg nach links. Unterwegs sind neue brauchbare Bänke gesetzt. Mittlerer Schwierigkeitsgrad. Gute Kondition ist aufgrund der Weglänge schon erforderlich. Gutes Schuhwerk ein Muss.

Achtung: Keine Einkehrmöglichkeiten. Deshalb ausreichend Proviant und Getränke mitnehmen! Öffentliche Verkehrsmittel sind hier schlecht, deshalb fahren wir wieder mit dem Taxi zurück nach Soltau.

Kartentipp: Heidschnuckenweg, Wanderkarte Leporello, Maßstab 1:35.000, ISBN 978-3-89920-727-9, Herausgeber; Publicpress, 6,95 Euro.




























































































Kommentare:

  1. - Na, verglichen mit den anderen Etappen ist diese eher mittelschön. Und 2 Km befahrene Panzerstraße ohne Gehweg und 2 Km durch das nicht gerade sensationelle Soltau sind nicht das, was ich von einem "Qualitätsweg" erwarte.

    - Es gibt übrigens eine passable Busserbindung (Linie 355) zwischen Soltau und Wietzendorf.

    - Bei Km 12 fehlt auf offenem Feld bei einer 90° Abbiegung die Markierung! (Stand 22.10.2014)

    - "Gutes Schuhwerk ein Muss": Wie alle Etappen bin ich auch diese mit meinen Asics Laufschuhen gewandert, das geht in der Heide wunderbar solange die Wege nicht aufgeweicht sind. Aber Schuhwerk ist natürlich auch immer Geschmacksache.

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  2. Nachtrag: Etwa 20-25% dieser Etappe führen über Asphaltwege.

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