Dienstag, 24. Mai 2016

Wilder Rheinsteig Etappe 16 von Lorch nach Assmannshausen 14,5 km


Die letzte Tour in diesem Jahr auf dem Rheinsteig eine mittelschwere Strecke. Sie hat allerdings auf der 14,8 km Länge mit 460 Meter Steigung und 455 Meter Gefälle doch einiges zu bieten. Wir laufen oberhalb des Rheins und lassen uns an fast jeder Wegbiegung von einer neuen, reizvollen Rheinperspektive überraschen. Auf der Strecke liegen uns die Burgen Hohneck, Sooneck, Rheinstein und Reichenstein auf der linken Rheinseite zu Füßen. Die Felspassage verleiht der Strecke einen ganz besonderen Charakter.





Nachdem wir gestern auf der Wandertour Dauerregen hatten, ist es heute zwar kalt, aber überwiegend trocken. Zwischendurch bekommen wir kleine Regen- und auch Graupelschauer. Aber die Luft ist klar und frisch. Wir starten in Lorch am Rathaus und wandern in einer Rechtskurve in die Weinberge. Dann geht es ständig aufwärts, bis wir den höchsten Punkt 348 Meter erreicht haben.
Hier ist der Freistaat Flaschenhals, der hier als historische Kuriosität von 1919 bis 1923 existierte. Im Niedertal überschritten wir die Grenze zum dritten Bundesland des Rheinsteiges. In Nordrhein-Westfalen sind wir in Bonn gestartet, Rheinland Pfalz durchwandert und nun erreichen wir Hessen.
Wir genießen trotz eisigen Windes das Wandern auf dem Rheingau, die gewohnten schönen Rheinblicke und die mächtigen Burgen. Nach leichtem Auf und Ab mit Blick auf das Naturschutzgebiet Lorcher Werth in der Strommitte führt der Weg in den Bächer Grund mit seinen Wochenendhäusern.
 
Dann erreichen wir wieder den Hang, der uns unterhalb eines früheren Quarzitsteinbruches vorbei führt. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite zeigt das Tal seine offenen Wunden durch den Abbau seiner Bodenschätze. Ein Steinbruch in direkter Nachbarschaft der Burg Sooneck hat ein gewaltiges Loch in die Landschaft geschlagen.
Unterwegs holen wir ein Wanderpärchen ein und kommen mit ihnen ins Gespräch. Ein Ärzteehepaar aus Ulm, die ebenso begeisterte Wanderer sind und nun Wege in dieser Region erkunden wollen. Wir unterhalten uns auf der Strecke und tauschen Wandererfahrungen aus.
Der Weg führt über Schleifen nach oben. Wir genießen den herrlichen Ausblick auf Trechtlingshausen mit seiner weitläufigen Burganlage Reichenstein.
 
Dann tauchen im Buchenwald Felsbrocken auf, die sich zu Klippen mausern. Der Teufelskadrich liegt vor uns. Es ist unser Etappenziel Assmannshausen. Steil fällt auf festem Wanderweg rechts der Felsen zum Rhein hinab.
Überall stehen Bänke und Schutzhütten für den Wanderer bereit. Dann ein imposantes Pavillon mit Kupferdach. Von hier genießen wir den letzten tollen Rheinblick, bevor es nun abwärts geht zum Wanderparkplatz in Assmannshausen.
 
Hier starten wir im nächsten Jahr unsere letzten vier Etappen, bis wir in Wiesbaden die Rheinsteig Tour abschließen werden..

Fazit: Leichter Wanderweg mit abwechslungsreichen Einblicken. Tolle Ausblicke auf wunderschöne Landschaften Richtung Rhein. Gutes Schuhwerk ist notwendig und wie immer ausreichend Flüssigkeit und Proviant mitnehmen, da unterwegs wenige Angebote sind. Der Rheinsteig ist auch auf dieser Etappe perfekt ausgeschildert.


P.S. Auch diese tolle Tour bei schlechten Wetterbedingungen war eine gute Trainingseinheit für das "Bloggerwandern" der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH in der abwechslungsreichen Mittelgebirgsregion Westerwald, an dem ich in diesem Jahr eingeladen bin. Aber vor der Tour habe ich doch schon viel Respekt. Schließlich läuft man nicht jeden Tag 45 km auf einem Wanderweg.
 Eine durchgehende Warkierung leitet den Weg

Auf die Blogger wartet ein Blogger-Wandermarathon auf dem Prädikatswanderweg WesterwaldSteig von der Holzbachschlucht bis zum Stöffel-Park. Diese Rheinsteig Etappen und meine Fernwanderung auf dem Schluchtensteig im Hochschwarzwald Ende Mai werden für das Training optimal gut sein.




































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