Mittwoch, 1. Mai 2013

NORDTOUR - Der sagenumwobene Harzer-Hexen-Stieg - Einmalig und schön




Die Hexen sind überall
Sehr gut ausgeschildert


Es war schon immer unser Wunsch, den Qualitätswanderweg den Harzer-Hexen-Stieg quer durch den Harz mit einer Gesamtlänge von rund 100 Kilometern von West nach Ost zu gehen. Diese Herausforderung haben meine Frau und ich im April 2013 unternommen und die einzigartigen Erlebnisse und Wandererfahrungen der sechs Wanderetappen sind auf folgende Posts:

 

  Fasziniert von der ganzen Schönheit des Harzes erlebten wir eine ständig wechselnde Wegführung mit vielen Überraschungen und manchen Herausforderungen. Wir erlebten lichte Mischwälder und dichte Nadelwälder, steil aufragende Klippen, leise plätschernde Bäche und majestätische Talsperren. Wir begriffen die mehr als tausendjährige Bergbaugeschichte auf Schritt und Tritt. Die  schmalen Gräben des „Oberharzer Wasserregals“, ein im 16.- 18. Jahrhundert für den Bergbau angelegtes Wassersammelsystem, das in seiner Ausdehnung und Erhaltung weltweit einzigartig ist und nun zum Weltkulturerbe gehört. 

Die fliegende Hexe zeigt Dir den Weg

Im Dezember 2007 erhielt der Harzer-Hexen-Stieg erstmalig das Zertifikat "Qualitätsweg" durch den Deutschen Wanderverband. 2011 wurde er als Qualitätsweg erneut bestätigt.                                                                  

  Quelle: www.hexenstieg.deWir haben die Hauptstrecke des "Harzer-Hexen-Stieges" ausgesucht und diese in sechs Etappen aufgeteilt. Sie läuft über Osterode - Buntenbock - Altenau - Torfhaus - Brocken - Drei-Annen-Hohne - Königshütte - Altenbrak – Bodetal - Thale. 

Achtung zwischen Königshütte und Altenbrak sind 2 Alternativen ausgewiesen:

a) Hasselfelde - Köhlerhütten - Altenbrak
b) Rübeland - Wendefurth – Altenbrak.


Wir haben uns für die Strecke über Könighütte – Rübeland – Wendefurth – Altenbrak entschieden, die Einiges an Wanderfreuden zu bieten hat. Aufregend schön und eindrucksvoll ist die letzte Etappe von Altenbrak nach Thale. Immer den Fluss Bode entlang und dann durch das Bodetal, müsste Bodeschlucht heißen, so eindruckvoll ist diese wunderbare Landschaft, ein aufregendes Streckenfinale.

Wer den Brocken umgehen möchte, wandert ab Torfhaus an St. Andreasberg vorbei über Braunlage nach Königshütte.



Unsere sechs Etappen und Unterkünfte
 
Um den Harzer-Hexen-Stieg zu wandern, sollte man die Wanderung schon rechtzeitig planen. Man kann ihn in vier bis sechs Tagen bewältigen. Angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten am Wege sollte man sich auch gerne Zeit lassen und die Strecke genießen. Wir haben uns für sechs Etappen entschieden und rechtzeitig auch die Herbergen an der Strecke reserviert. Unser Gepäck haben wir im Rucksack transportiert und keinen Gepäcktransfer gewählt. 

Der Einstieg zum Harzer-Hexen-Stieg befindet sich direkt an der VSN-Haltestelle "Osterode am Harz Bleichestelle" Buslinie 462. Auf dem großen Parkplatz kann man auch seinen PKW kostenlos parken. Er soll dort sicher stehen können. 

Zurück von Thale kann man zwar mit der Bahn fahren, dauert allerdings drei Stunden und ist ziemlich umständlich. Besser und komfortabel ist es allerdings mit dem Taxi zurück nach Osterode zum PKW zu fahren. Kostet nur unwesentlich mehr, als die Bahn und dauert nur ca. 45 - 60 Minuten und man sieht viele Wanderpunkte der Tage zuvor. 

Unser Etappenplan sieht folgende Zwischenstopps vor:


      Etappe 1: Anreise und Start in Osterode nach Buntenbock 14 km

      
      Etappe 2: Buntenbock nach Altenau 14,6 km plus 1,8 km bis zum  
      Hotel



 Etappe 3: Altenau  bis auf den Brocken 20,3 km

 Übernachtung beim Brockenwirt Brockenhotel 


Etappe 4: Brocken nach Königshütte 17,4 km




Etappe 5: Königshütte nach Altenbrak 25,2 km



Etappe 6: Altenbrak nach Thale 14,4 km


Die Zugstrecke nach Osterode ist keine richtige Alternative, da sie sehr umständlich ist. Man fährt ca. 3 1/2 Stunden über Halberstadt, Salzgitter und dann zurück nach Osterode und kostet für zwei Personen 60 €.

Alternativ können auch die Schutzhütten und harztypischen Köten für eine Übernachtung auf dem Harzer-Hexen-Stieg genutzt werden. Das dürfte allerdings etwas für Hardcore Wanderer sein. 

Fazit: Der Harzer-Hexen-Stieg ist ein wunderbarer Wanderweg, der den begeisterten Wanderer alles bietet. Er ist sehr komfortabel ausgeschildert und man kann den Weg eigentlich nicht verfehlen. Man sollte allerdings trotzdem immer die Augen aufhalten, damit man nicht vom Weg abkommt. 

Die Wanderzeit bietet sich von April bis Oktober an. Es gibt viele gemütliche Herbergen zu günstigen Konditionen, die man allerdings rechtzeitig buchen sollte. Um diesen Wanderweg sicher gehen zu können, sollte man eine gute Kondition mitbringen. Außerdem sind gute Wanderschuhe absolut notwendig.  

Zur Erinnerung an diese Wanderung, können für die Wandernadel Harzer-Hexen-Stieg Stempel gesammelt werden. Die Wandernadel ist in den Tourismus-Informationen, z. B. in Thale, für 4 € zu erwerben. 

Tipp: Der Harzer-Hexen-Stieg ist zwar hervorragend ausgeschildert, trotzdem ist eine Wanderkarte empfehlenswert.  

Sehr gut ist die "Harzer-Hexen-Stieg" Wanderkarte Maßstab 1:25.000 ISBN 978-3-89920-165-9 für 6,95 €. Der Wanderweg ist deutlich mit den verschiedenen Varianten eingezeichnet. 




Sagenhaftes Bodetal
Wasserfall Königshütte
Talsperre Wendefurth






























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