Mittwoch, 15. Juni 2016

Schluchtensteig Etappe 2 Blumberg zur Schattenmühle 20 km

Schluchtensteig Etappe 2 Blumberg zur Schattenmühle 20 km

Die erste Etappe haben wir gestern mit einer Länge von 19 km auf dem Schluchtensteig geschafft. Fünf Etappen habe wir in den nächsten Tagen noch vor uns und wandern  mit Etappenlängen von 18 – 24 km auf der einzigartigen Route von 119 km durch den Südschwarzwald von Stühlingen nach Wehr. Das Wetter hat sich gebessert und heute erwarten wir auf der Strecke von Blumberg zur Schattenmühle durch die Wutachtschlucht sogar Sonnenschein.



Hier die Etappen:


In Blumberg war gestern nicht viel los. Das Hotel war gut und wir starten nach dem Frühstück. Wir starten vor den anderen Wanderern, die wir gestern unterwegs getroffen haben. Der Weg führt uns aus den Ort zu der nahen Schlucht des Schleifenbachs.
 
Der Abstieg hinunter war allerdings steil und sehr rutschig. Vorsichtig erreichen wir endlich die 7m hohe Leiter, auf der wir in die Schlucht mit den 3 Wasserfällen gelangen.

Dann geht es über breite Feldwege an bunten Wiesen vorbei zum idyllischen Achdorf wieder an die Wutach.
 
Dann wandern wir durch das verträumte Tal zum Sägewerk Wutachmühle. Hier geht es über dem Holzlager zur Wutachschlucht, worauf wir uns besonders freuen.
 
Doch kurz vor dem Eingang zur Schlucht eine Wegsperrung. Am Samstag gab es hier aufgrund des Unwetters einen Erdrutsch und die erste Strecke ist über Bachheim umgeleitet. In Bachheim ist der nächste Zugang zur Wutachschlucht.

Das Wutachtal schnürt sich eng zusammen. An manchen Stellen läuft der Wanderweg wie ein Sims am Fels entlang am reißendem Fluß. Das Wandern in der Wutachschlucht ist beeindruckend. Leider verpassen wir den ersten Teil der Schlucht durch die Umleitung.
 
Aber auch bei der weiteren Strecke ist das Wandern in der Wutachschlucht beeindruckend. Der Weg kann bei Feuchtigkeit extrem rutschig sein. Trittsicherheit ist auf jeden Fall gefordert. Der Weg führt am Fluß aufwärts über Stein- und Wurzelwege.

Dann geht es über Holzstufen abwärts. Weiter geht es auf steinigen Boden durch den Wald. Wir gelangen endlich zu einer großen blühenden Wiese bis wir uns dann der Wutachschlucht wieder nähern.
 
Es war eine kleine Abwechslung von der Kraxeltour. Wir verlassen nun den Wald. Vor uns nähert sich langsam unser Etappenziel, die Schattenmühle.Ganz in der Nähe befindet sich die Lotenbachklamm mit den vielen Wasserfällen. Ein Abstecher der sich auch lohnt.


Fazit: Im Bereich der Schleifenbachfälle und ab der Wutachmühle schmale, teils felsige Steige mit Leitern und Treppen. Insgesamt eine abwechslungsreiche spannende Naturstrecke mit toller Landschaft. Länge 20 km, für die wir 6 Stunden Laufzeit benötigen.

Die Strecke mit 470 HM auf und 420 HM abwärts war mindestens mittelschwer. Höchster Punkt war 700 HM. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition sollte auf dieser Tour nicht fehlen. Ebenso sind Getränke, Proviant und gutes Schuhwerk notwendig.

Der Weg ist sehr gut markiert und zuverlässig beschildert, allerdings könnten weitere Markierungen in der Wutachschlucht den Weg sicherer machen.












































Sonntag, 12. Juni 2016

Schluchtensteig Etappe 1 Stühlingen nach Blumberg 19 km

Schluchtensteig Etappe 1 Stühlingen nach Blumberg 19 km

In den nächsten sechs Tagen wandern wir mit Etappenlängen von 18 – 23 km auf der einzigartigen Route von 119 km durch den Südschwarzwald von Stühlingen nach Wehr. In der Nacht gab es durch das Tief Elvira Unwetter in Deutschland. In einigen Städten in Baden-Württemberg gab es sogar heftige Überschwemmungen. Bäche wurden zu reißenden Flüssen.
 
Auch in Stühlingen hat es stark geregnet. Am Morgen ist der Regen jedoch schwach, aber die Aussichten der nächten Tage ist schlecht. Kein Glück mit Wanderwetter? Die Wege in den Bergen werden matschig und rutschig sein.


Hier die Etappen:

Nach dem Frühstück starten wir am Hotel Rebstock. Bis zum Einstieg an der Kath. Kirche im Ort geht es noch 800 m abwärts.
 
Dort sieht man die vielen Wegweiser und wir folgen dem Schluchtensteigwegweiser, der uns langsam aus dem Ort führt. Dann geht es entlang der Wutacht talaufwärts nach Weizen. Der Fluß führt ungewöhnlich viel Wasser.

In Weizen ist der Talbahnhof der Sauschwänzlebahn. Auf der Zugstrecke von 25 km führt sie von Blumberg-Zollhaus nach Weizen über vier Brücken und durch sechs Tunnel. Der Weg führt in den Wald, wo uns der erste dicke Regenschauer erwartet.
 
Wir freuen uns auf eine Rast im Gasthaus Wutachschlucht, die Montags leider Ruhetag hat. Unter dem Zelt suchen wir Schutz vor dem Regen. Der Weg geht zum ersten Viadukt der Sauschwänzlebahn.


Majestätisch kommt uns die Bogenbrücke vor. Darunter rauscht die Wutacht. Ein toller Blick. Weiter geht es auf einem schmalen Pfad am Fluss entlang, bis wir die Wutachtführen erreichen.

Hier kann man die einfache Strecke an der seichten Wutacht (Schlechtwettervariante) oder den schmalen Weg durch die Wutachtführen, am Berg entlang, wählen. Wir nehmen die zweite. Ein schmaler Weg führt uns auf 637 Hm .
 
Links von uns geht es abwärts. Hier ist Trittsicherheit gefragt. Die Strecke ist nicht einfach und die Feuchtigkeit und der Matsch auf dem schmalen Pfad macht die Tour schwer. Einmal rutsche ich aus und lande rückwärts im Matsch. Super!
 
Es gibt nur wenige tolle Aussichtspunkte, die uns für den Aufwand entschädigen. Dann erreichen wir den Wanderparkplatz, wo wir uns erst einmal erholen können. Dort treffen wir einige Wanderer, die überraschenderweise zum gleich Zeitpunkt gestartet sind und auch in den nächsten Tagen die gleichen Ziele wie wir haben. Wir werden sie also noch oft treffen.

Das Wetter hält sich, es bleibt trocken. Ab und zu kommt sogar die Sonne raus. Nun geht es weiter nach Blumberg. Aber zuvor müssen wir den Buchberg mit 880 Hm bezwingen.
 
Nach der Tortour erreichen wir endlich die Gipfelhütte. Bis hierhin war Kondition gefragt. Der Panorama-Blick belohnt uns diesmal, dann geht es wieder rutschig abwärts auf 700 Hm bis wir Blumberg erreichen.

Fazit: Die Strecke mit 520 HM auf und 370 HM abwärts war mindestens mittelschwer. Duch das vorsichtige Wandern auf matschigen Wegen brauchten wir 5:45 Std. Laufzeit. Es war aber trotz Nässe eine tolle Tour, aber anstrengend. Der Weg ist sehr gut markiert und zuverlässig beschildert.
 
Trittsicherheit und Kondition ist notwendig. Achtung, Getränke und Proviant mitnehmen, da nur das Gasthaus Wutachschlucht Einkehr bietet und die hat Montags zu. 
  


















































Donnerstag, 9. Juni 2016

Fernwanderung auf dem Schluchtensteig in Baden-Württemberg 119 km




Nach langer Fahrt von Hamburg treffen wir in Stühlingen im Südschwarzwald ein. Der kleine verträumte Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze. Der Luftkurort ist idyllisch gelegen auf 501 HM.

Wir fahren direkt zu unserem Landgasthof Hotel Rebstock. An der Rezeption werden wir sehr freundlich empfangen. Hier herrscht ein angenehmes Schwarzwaldambiente. Von der Hoteldame mit Schwarzwalddirndl erfahren wir, wo der Einstieg in den Schluchtensteig ist und wo wir unseren Wagen in der Wanderzeit parken können. Eine wichtige Info.

In den nächsten sechs Tagen wandern wir mit Etappenlängen von 18 – 23 km auf der einzigartigen Route von 119 km durch den Südschwarzwald von Stühlingen nach Wehr. Zuerst geht es unweit der Schweizer Grenze streckenweise entlang der historischen Sauschwänzlebahn, die wir unterwegs schon bewunderten.
Problematisch ist allerdings das Wetter mit dem Dauertief Elvira. Gestern gab es deswegen einen Erdrutsch in der wildromantischen Wutachtschlucht. Da müssen wir durch. Allerdings mussten wir eine zwei Kilometer längere Umleitung über Bachheim laufen. Sicherheit geht vor. Weiter geht es zum Schluchsee, danach zum Dom St. Blasien, über sanfte Hochflächen des Hotzenwaldes nach Todtmoos und zuletzt durch das waldreiche Wehratal bis zum Zielort Wehr.


Auf dieser Strecke werden wir 2.640 HM auf und 2.750 HM abwärts überwinden. Wir freuen uns auf den Qualitätswanderweg mit Gütesiegel.

Wir folgen dieser Wegmarkierung:

 http://www.outdooractive.com/img/800//2353971/.jpg

Der gesamte Schluchtensteig ist, bis auf einige wenige Ausnahmen, sehr gut ausgeschildert. Die Ausnahmen sind nicht kritisch, aber eine Verbesserung der Markierung würde die Sicherheit der Wanderer erhöhen. 

Wegecharakter:

Uns erwarten schmale Bergpfade, wilde Steige und stille Forst- und Wirtschaftswege. Im Bereich der Wutachtflühen, am Räuberschlosse, in der Haslachklamm und in der Wehraschlucht führen schmale Steige durch steile Bergflanken. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind gefordert. Gute Kondition ist auf den Wegen notwendig und natürlich gutes Schuhwerk Proviant und vorallem Wasser sollte immer dabei sein, da unterwegs nur wenige Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind.

Wir würden die Wege als leicht bis mittelschwer einstufen. Der Zustand der Wege war aufgrund des vielen Regens sehr matschig und rutschig und manchmal schwer zu gehen. Mit dem Wanderwetter hatten wir dennoch relativ Glück.

Diese Tour ist auch für mich eine Trainingswoche für das Marathonwandern von 45 km auf den Westerwaldsteig am 18.06.2016. Dieses Event wird von der Rheinland-Pfalz Tourismus veranstaltet. #Bloggerwandern