Montag, 12. Mai 2014

Wandern auf dem Weserberglandweg Etappe 1 Hann.Münden nach Vaake



XW Schild vom Weserbergland-Weg mit Wanderer im Hintegrund
Offizielles Wegeschild


Wikipedia: "Der Weserbergland-Weg ist ein rund 225 Kilometer langer Fernwanderweg. Er folgt den Lauf der Weser von der Quelle bei Hannoversch Münden bis zum Durchbruch der Weser bei Porta Westfalica in 13 vorgeschlagenen Tagesetappen. Als Wegzeichen gilt seit Herbst 2012 ein blaues XW auf hellgrünem Grund. Diese neue Beschilderung hat die alten schwarz weißen XW-Zeichen abgelöst und wurde im Rahmen der Zertifizierung als Qualitätsweg umgesetzt.

Der Weg wurde seit 2009 nach den neuen Qualitätskriterien der Premiumwanderwege erschlossen. Bis Herbst 2012 wurde der Weserbergland-Weg vor allem durch eine naturnähere Wegeführung aufgewertet. Er erhielt 2012 das Siegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" des deutschen Wanderverbandes verliehen.

Der Weserbergland-Weg verläuft durch die verschiedenen Mittelgebirgslandschaften des Weserberglandes, im Wesentlichen Reinhardswald, Solling und Wesergebirge. An der Strecke liegen mit Helmarshausen, Nienover und Amelungsborn gleich drei bedeutende Orte des Mittelalters."


Hier die Etappenvorschläge von der offiziellen Webseite Weserberglandweg.de
Wir haben uns allerdings aufgrund der Entfernung und der Übernachtungsmöglichkeiten für andere Etappen des Weserbergland-Weg entschieden und sind folgende Etappen im Drei-Ländereck gewandert: 
Altstadt Hann.Münden
    Hier die kompletten Etappen der letzten zwei Jahre auf dem Weserberglandweg
    2015 ein Jahr später liefen wir den zweiten Teil unserer Fernwanderung auf den Weserberglandweg und freuen wir uns die nächsten sechs Etappen des Wanderweges, diese sind:

      Hier das Höhenprofil des Weserberglandweges
      Quelle: http://img62.imageshack.us/img62/6824/wbwhhenprofilgta.jpg

      http://img62.imageshack.us/img62/6824/wbwhhenprofilgta.jpg

      Obwohl der Wanderweg sehr aufwendig ausgeschildert ist, sind wir auf der ersten, zweiten und dritten Etappe falsch in die beschilderten Abzweigungen wieder eingestiegen. Die Wegschilder hoben sich mit der grünen Farbe nur schlecht von den Zweigen und Bäumen ab. Vor Bad Karlshafen waren auf der Strecke erhebliche Lücken in der Beschilderung, was nicht gerade zum Vertrauen in die Wegmarkierung beitrug. Also immer auf die Beschilderung achten, wenn man keine Umwege laufen will.

      Erfahrungsbericht 

      Der Startpunkt des Weserberglandweges ist in Hann.Münden direkt am Weserstein. Hier fließen die Werra und die Fulda zusammen, um als Weser nordwärts zu strömen.
       
       Dort direkt am Weserstein kann man auf dem großen Parkplatz den Wagen kostenlos abstellen. Hier starten wir die erste von den sechs geplanten Etappen.
       
       In fünf Tagen, wenn alles gut gelaufen ist, werden wir von Bodenwerder mit dem Taxi hier unsere Tour beenden. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind von Bodenwerder nicht zu empfehlen. 

      Wir warten einen Platzregen ab, dann geht es los. An der Fußgängerbrücke entdecken wir den Wegweiser. 
       
      Das Wetter ist nicht optimal, aber heute haben wir nur eine kurze Etappe. Der Weg führt uns über die Weser hinaus aus der Stadt. Nun geht es steil einen Berg hinauf und das Herz fängt an zu pumpen. 
       
      Die erste Station ist die Tillyschanze, ein 25 m hoher Aussichtsturm mit angeschlossenem Museum. Dort gibt es eine gute Rastmöglichkeit in der Waldgaststätte. Für uns allerdings noch zu früh, wir müssen erst einmal Strecke machen. 

       
      Der Weg führt auf überwiegend naturnahen Wegen, die zum Teil sehr rutschig und schlammig sind, da es in der Nacht zuvor ein großen Unwetter gegeben hat. 
       
      Auf einem Schotterwaldweg übersehen wir ein zugewachsenes Hinweisschild, was einen Umweg von 1,5 km bedeutet. 

      Achtung: Verstecktes Hinweisschild
      Schmale Wanderpfade
       Den idylischen Waldpfaden und Hohlwegen folgend geht es bis zur Trockenen Ahle.
       
      Dann verlassen wir den Waldpfad und vor uns eröffnet sich eine tolle märchenhafte weite Wiesenlandschaft mit einer schönen Aussicht Richtung Vaake. 
      Hochsitz Mikado
      Märchenhafte Aussicht
       Wir wandern über diesen grünen Teppich abwärts und finden sehr schnell unser erstes Quartier. 



      Die Pension Zimmermann bewirtet uns zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis mit einem super Frühstück. Sehr ruhig und direkt am Wanderweg gelegen. Sehr empfehlenswert. 

       
      Fazit: Das feuchte Wetter machte den Weg anstrengend. Trotz der kurzen Etappe war der Auf- und Abstieg mit dem acht Kilo schweren Rucksack sehr mühsam. Was kommt in den nächsten Etappen auf uns zu? Wir erlebten auf dieser ersten Etappe schöne Waldwege und -pfade, ruhige Buchenwälder und weite Wiesenflächen. Kurze Tour mit knapp 13 km. 2 Stunden 40 Minuten Laufzeit. Höhenmeter 400 auf und 370 abwärts. Viele Bänke unterwegs. Keine weiteren Wanderer gesichtet. Viel Ruhe zum Genießen.

      Der Anfang ist gemacht.  


      Manche Wegweiser sind nicht eindeutig - Schwachstelle




















































      Dienstag, 6. Mai 2014

      Wandern im Billetal und im Sachsenwald bei Aumühle

      Faszinierendes Billetal vor Hamburgs Haustür


      Wandern im Billetal und im Sachsenwald bei Aumühle

      Mit der heutigen Rundwanderung von 12,1 km will ich Euch ein faszinierendes Naturerlebnis bei Aumühle näherbringen und Lust zum Nachwandern machen. Das Wanderwetter, am Ostersonntag, ist einfach bestens geeignet. Ein toller Frühlingstag. Wir starten um 11 Uhr Sommerzeit an der S-Bahn-Station Aumühle. Es ist bereits 15 Grad und die Sonne hat noch nicht alles gegeben. Bis zu 21,5 Grad werden wir heute genießen.

      Die Anfahrt war einfach. Entweder mit der S21 oder mit dem PKW. Parkplätze stehen hinter dem  Bahnhof ausreichend zur Verfügung. Unser Wanderweg befindet sich ganz in der Nähe unseres Ausgangspunktes.


      Karte und GPS-Daten (hier klicken) 

      Von dem Parkplatz an der S-Bahn-Station Aumühle geht es nach rechts und schnell finden wir die Straße "Am Mühlenteich" hinter der Ampel.


      Hier bieten uns nach der Wanderung gemütliche Einkehrmöglichkeiten, z. B. Zum Gasthof Waldesruh.


       

      Vor der Fürst Bismarck-Mühle geht es über die Mühlenbrücke und links in das Naturschutzgebiet Billetal, wo uns eine Tafel Informationen über unsere Tour gibt.  

       
      Der Ort Aumühle: "Die Gemeinde Aumühle mit den Ortsteilen Aumühle, Billenkamp und Friedrichsruh liegt etwa 20 Kilometer östlich von Hamburg im Sachsenwald, dem größten Waldgebiet Schleswig-Holsteins, das Naherholungsgebiet für die Metropolregion Hamburg ist. 1871 wurde der Sachsenwald von Kaiser Wilhelm I. an Otto von Bismarck geschenkt. Dieser ließ sich eine ehemalige Gastwirtschaft an der Bahnlinie von Hamburg nach Berlin zum Herrenhaus umbauen. Hier, in Friedrichsruh, gab es bereits 1850 einen Bahnhof. Im Jahr 1884 wurde ein Haltepunkt „Aumühle“ eingerichtet, 1909 wurde mit dem Bau des Bahnhofs begonnen.

      Aumühle entwickelte sich mit der Gründung des Villenortes Sachsenwald-Hofriede im Jahr 1891 zu einer gehobenen Wohngegend. Der Eigentümer dieses Villenviertels regte noch zu Bismarcks Lebzeiten den Bau eines Aussichts- und Wasserturms an, der 1901 als Bismarckturm eingeweiht wurde."
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      Der Sachsenwald ist die größte geschlossene Waldfläche Norddeutschlands. Der schönste Teil der Tour führt uns durch das idyllische Billetal, auf schmale Wurzelpfade an der Bille entlang. Das letzte Drittel  der Tour führt uns zurück auf breite Forstwege durch den Sachsenwald. Am Ende der Tour lohnt sich eine Einkehr in das Eisenbahnmuseum. Der Eintritt ist Sonntags frei.
      Von der Infotafel geht es endlich los. Diese Tour hat allerdings keine fest Wegnummerierung.  
      Zunächst folgen wir der 1 und 3, dann die 1, danach das X und zum Schluss die 2. Es geht auf einen schmalen Waldweg und wir biegen kurz darauf links ab und folgen jetzt immer dem wurzeligen Pfad am Hochufer der Bille. Nach kurzer Zeit fasziniert uns das Naturschutzgebiet.
       
       Die Bille schlängelt sich geruhsam durch den Wald. Die Vögel genießen ihr Frühlingstreiben und singen um die Wette. Der Wind rauscht leicht durch die Bäume. Der beeindruckende Mischwald zeigt uns märchenhaft seinen Baumbestand. 
      Wir fühlen uns wohl und sind froh, den Ostersonntag in der Natur zu gestalten. Nach 2,4 km treffen wir auf die Fürstenbrücke und folgen der 1 geradeaus. Der schmale Pfad bleibt immer in Bachnähe und zeigt uns die Richtung.
       
       Er bietet uns immer neue tolle Aussichten auf das Billetal. Erstaunlich, dass wir auf unserer Route nur wenige Wanderer treffen.
      Nach 4,7 km erreichen wir eine weitere Brücke. Hier verlassen wir den Weg 1. Er führt rechts ab und geradeaus durch den Wald zur Lindenau und bietet eine Abkürzung dieser Wanderung an.  
       
      Wir gehen allerdings an der Brücke vorbei, schräg rechts auf den leicht ansteigenden Pfad, bleiben in der Bachnähe bis wir endlich die Wegmarkierung X finden.
       
      Es gibt noch einiges zu sehen. Gegenüber ein schönen Anwesen mit Blick auf die Bille. Wir machen eine Rast und genießen die noch ruhige Atmosphäre.
      Nun führt der Weg links bergab über eine kleine Holzbrücke bis wir nach 6,9 km vor einer großen Autobahnbrücke stehen. An einer Infotafel folgen wir dem gelben Pfeil ohne Ziffern und verlassen die Bille.
      Der Weg wird breiter und von Forstmaschinen aufgewühlter. Er führt uns durch den Sachsenwald und wir gehen an der nächsten Kreuzung links. Nach 8,5 km halten wir uns an der T-Kreuzung rechts. Die Siedlung Witzhaver Viert passieren wir und nun folgen wir der Wegmarkierung 2 bis zum Ende dieser Tour.
      Fast am Ende der Tour überqueren wir eine Holzbrücke und halten gleich rechts.
       
      Auf dem Weg lädt uns das Eisenbahnmuseum Aumühle zu einem Abstecher ein
       
      Anschließend geht es an einem Bauernhof vorbei, bis wir wieder am Bahnhof Aumühle die Strecke beenden.  
      Fazit: Wunderbarer mittelschwerer 12,1 km langer Rund-Wanderweg. Tolle Wälder, kleine Berge, schöne Bille Aussichten mit schöner Wegführung. Ein Geheimtipp dieser Strecke ist das Naturschutzgebiet Billetal. Der schmale Wurzelpfad an der Bille durch den Buchenwald begeistert. Der Rückweg durch den Sachsenwald ist dagegen gewöhnlich. Die Strecke ist nicht einheitlich ausgeschildert.Auf der Strecke sind keine Bänke zu finden.
      Sehr idyllisch und das alles direkt vor der Hamburger Haustür. Sehr eindrucksvoll und lohnenswert zum Nachwandern.
      Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert. Die Tour besteht aus 55 % Wanderpfade, 39 % Wanderwege, 6 % Hartbelag. Die 12,1 km Strecke sind wir in 2:42 Stunden gewandert, natürlich ohne Pausen.

      Viel Spaß beim Nachwandern.

      Buchtipp: Hikeline Wanderführer Rund um Hamburg, 50 schönste Wandertouren in und um Hamburg, Verlag Esterbauer, 240 Seiten 14,90 Euro.        


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