Montag, 15. Oktober 2012

Mallorca: Wanderung von Peguera zum Cap Andritxol


Mit meiner neuen Rubrik >> E-Mail an den Wanderfreund << möchte ich allen eine Plattform geben, in der Ihr dem Wanderfreund von Euren Erlebnissen auf den Wanderwegen in aller Welt berichten könnt. Gerne sachlich informativ, gerne augenzwinkernd, doch Hauptsache mit Begeisterung. Interessiert? Dann sendet Euren Gastbeitrag per Mail an der-wanderfreund@web.de.  

Einen weiteren Auftakt, bei dem man Urlaubsstimmung und Reisefieber bekommt, macht Peter Schulte, der in seinem Gastbeitrag einen interessanten Wanderbericht von der Urlaubsinsel Mallorca darstellt.  Sehr lesenswert. Vielen Dank dafür. Sehr gelungener Beitrag mit schönen Bildern.
Viele Grüße. Der Wanderfreund.



 Mallorca: Wanderung von Peguera zum Cap Andritxol

 Als wir dieses Jahr auf Mallorca waren, entdeckte ich in unserem ADAC-Mallorca-Reiseführer eine Beschreibung eines Wanderweges, der direkt an unserem Hotel Cala Fornells zum Cap Andritxol vorbeiführt. Am folgenden Tag haben wir diese schöne Wanderung gemacht. Da wir die Strecke zwischen Peguera und der gleichnamigen Bucht Cala Fornells bereits mehrmals gelaufen waren, starteten wir direkt an unserem Hotel. Tipp: Wanderschuhe sinnvoll.

Die folgende Beschreibung mit entsprechenden Bildern ist aber wie im Reiseführer aufgebaut:

Eine leichte, knapp dreistündige Wanderung zum Cap Andritxol beginnt an der größten Badebucht Pegueras, an der Platja Palmira. Unweit des Piers, vom Land gesehen ganz rechts, führen steile Treppenstufen zur Carretera Cala Fornells (MA-1011). Ihr folgt man nach links durch die Apartmentanlagen Aldeas de Cala Fornells, deren ansprechende, bunt gestrichene Häuschen das Werk des russischen Architekten Pedro Otzoup (1918-2001) sind.



 

  
Nach ca. 1,5 km ist die wunderschöne Bucht Cala Fornells erreicht (Bild 6). Hinter dem Hotel ‚Cala Fornells’ zweigt rechts die Straße ab, die auf einem Wanderparkplatz endet.

  

Nun ca. 1 km lang immer geradeaus durch den schattigen Kiefernwald wandern und Ihr kommt an die folgende Abzweigung. Wir gingen hier rechts am Baum vorbei den schmaleren Weg den Berg hoch, zuerst zum Piratenturm, zum Cap, runter in die Badebucht und dann zum Hotel zurück.

  

Ab hier auf rote Markierungen und Steinmännchen achtend, geht es steil den Bergrücken östlich der Villenurbanisation Camp de Mar hinauf zum unzugänglichen Talaia des Cap Andritxol.

   

Der Wachturm wurde im 16.Jahrhundert an dieser exponierten Stelle zum Schutz vor Piraten errichtet und ist einer von ehemals insgesamt 85 Wachtürmen Mallorcas.
Von hier aus führt ein schmaler und steiniger Pfad (gutes Schuhwerk !!!) in ca. 20 Minuten zum wildromantischen Cap Andritxol mit seinen schroffen, über 180 m hohen Felswänden. Hier genießen wir die Aussicht und schauen von oben auf die kleinen Schiffe unter uns.

          

Zurück geht es zunächst auf demselben Weg, doch lohnt nach ca. 30 Minuten der ausgeschilderte Abstecher nach rechts zur Caló d’es Monjos ‚ eine tief in die Felsen eingeschnittene, unbebaute Badebucht, die zu einer ausgedehnten Rast einlädt. Einkehrmöglichkeiten gibt es aber keine, ihr müsst schon alles selber mitbringen.

  


 
 


 Von hier ging es direkt wieder bis zurück zur Abzweigung und zum Wanderparkplatz zurück. Auf der Terrasse unseres Hotels endete für uns die Tour mit dem Fazit:

Der Himmel, die Sonne, das Wasser, die Felsen, die Bäume und Pflanzen, alles zusammen, waren Balsam für die Augen, eine wunderschöne Wanderung.

Georgsmarienhütte, 30.09.2012
Peter Schulte.

Montag, 8. Oktober 2012

Malerweg begeistert wieder Etappe 8 von Rathen zurück nach Pirna

Blick auf die Bastei


Hintergründe zur Wandertour "Malerweg der begeistert" 

Die erste Wandertour, die mich zum Wanderfreund machte, war eine viertägige Wanderung durch die Sächsische Schweiz auf dem Malerweg im letzen Jahr. Viele Informationen bietet http://www.saechsische-schweiz.de/cgi-bin/malerweg

Wir, eine sechsköpfige Männergruppe, sind im Mai 2011 die erste Hälfte, 4 von 8 Etappen gewandert. Nun ist es soweit. Ein Jahr weiter sind wir die zweite Hälfte Ende April 2012 gewandert, mit einem Abstecher zum Prebischtor in die Tschechische Republik. 


    Der Malerweg, die Wanderstrecke mit kleinen Abstechern, ist eine anspruchsvolle Wandertour mit einem Höhenunterschied von 630 Metern z. T. auf einer Etappe. Alle acht Etappen sollen eine Gesamtlänge von 112 km, ohne Abstecher, haben. Die zweite Hälfte haben unsere Navis allerdings eine Länge von knapp 80 km gemessen. Vermutlich wurde der Wanderweg etwas umgelegt. Die Gründe dafür sollen bei den Anwohnern liegen, die die Wege nicht mehr freigeben, sagte man uns. 

    Für diese Strecke empfiehlt sich gutes Schuhwerk, da die Berge oft sehr steil ansteigen und du auf Felsen klettern musst. Über Treppen, Leitern und Steigen sind viele Höhen zu   überwinden. Der Wanderer sollte schwindelfrei, trittsicher und natürlich körperlich fit sein. 

    Die Landschaft begeistert. Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz im Elbsandsteingebirge ist einer der faszinierendsten Wanderwege Deutschlands. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts wurde von den wild-romantischen Landschaften, mit tiefen Felsschluchten, märchenhafte Felsgebilde und einzigartigen Aussichten berichtet. Steigt man in den Malerweg ein, vergisst man sofort den Alltag und das Abenteuer beginnt.  

    Entspannung Pur
    Wissenswertes zum Elbsandsteingebirge

    Das Elbsandsteingebirge ist geologisch ein riesiger Sandsteinblock, mit einer Größe von 20 x 20 km. In den letzten Jahrmillionen wurden Täler und freistehende Felsen herausgespült, so dass skurile Skulpturen und Felsformationen entstanden sind. (Vgl. Manuel Andrack Gesammelte Wanderabenteuer). Es ist bekannt unter sächsische Schweiz in Sachsen und Böhmische Schweiz in der Tschechischen Republik. 

    Zur Kreidezeit lag hier ein riesiges Meer. Es lagerten sich Sand und andere Sedimente ab und verdichteten sich zu Stein. Das Grundgebirge hob sich und das Wasser floß ab, so dass eine gewaltige Sandsteinplatte zurück blieb. Durch Spannungen in der Erdkruste schob sich der Granit über ihren Rand. Es entspanden Risse und Klüfte. Die Urelbe und Flüsse, Schmelzwasser spülten sie tiefer und tiefer. Kaum ein anderes Gebirge in Europa wurde von der Natur in ähnliche Formen zerrissen.  


    Hier das Streckenprofil der letzten Etappe von Rathen nach Pirna

     
     


    Malerweg begeistert wieder – Etappe 8 von Weißig nach Pirna

    Maibaumfest in Rathen
    In Rathen angekommen war mächtig viel los. Hier begegneten sich Wanderer, Radfahrer, Motorradfahrer, Tagestouristen die das öffentliche Bild beherrschten. Auf der anderen Elbseite (Rathen ist durch die Elbe getrennt) war Volksstimmung. Dort wurde der Maibaum gesetzt. Da Markus am nächsten Tag seinen 40. Geburtstag hatte, beschlossen wir eine Fährkreuzfahrt zur anderen Elbseite, um dort in seinen historischen Jahrestag zu feiern. Die Stimmung dort und bei uns war gut.



    Am nächsten Tag, die Nacht war kurz, hatten wir eigentlich die Etappe von Weißig nach Pirna auf unserem Programm. Wir beschlossen allerdings einstimmig aus „Gesundheitlichen Gründen“  die Wanderung nach Pirna entlang der Elbe durchzuführen und den Aufstieg auf den Rauenstein, mit Wanderung nach Pötzka zu streichen, da dies für unsere strapazierten Köpfe bei der aufkommenden Hitze nicht gesund wäre.

    Das Opfer war der Verzicht auf den Rauenstein. Der Tafelberg Rauenstein ist allerdings einer der kleinen Berge der sächsischen Schweiz. Mit seinen 304 Metern ragt er linkselbisch im Inneren der Elbschleife bei Rathen empor. Der Rauenstein weist eine stark zerklüftete Struktur auf, ist etwas 600 Meter lang und 200 Meter breit. Da er nur 50 bis 100 Meter aus der Umgebung herausragt, wirkt er relativ unscheinbar. Auf dem Rauenstein gibt es eine Berggaststätte, wo man gut einkehren kann.


    Wir nahmen also den flachen Wanderweg an der Elbe flussabwärts, welcher allerdings geographisch auch eine Menge zu bieten hat. 


    Den Malerweg trafen wir dann am Hochufer der Elbe wieder. Der Naturpfad führte uns zum Obervogelsang an der Elbe und weiter nach Pirna.


    In Pirna angekommen, die Sonne strahlte erbarmungslos, steuerten wir auf unsere Autos und waren froh und stolz den Malerweg erfolgreich gemeistert zu haben. Dazu erhielten wir von Michael als Andenken eine Urkunde als schöne Erinnerung der gemeinsamen Wanderung mit den vielen kleinen Abenteuer. Für das nächste Jahr planen wir die nächste Wanderung auf den Rheinsteig durchzuführen.

      
    Daten der 8. Etappe: 

    Streckenlänge 12,4 km  Wanderdauer ca. vier Stunden,                                   Summe Steigerungen 192 Meter, Summe Gefälle 294 Meter
    Tiefster Punkt 105 Meter, höchster Punkt 254 Meter.





















    Freitag, 28. September 2012

    Wandern auf der Teufelsmauer (Harz)


    Quedlinburg - Blick vom Schloßberg


    Wanderung auf der Teufelsmauer
    Wandertour von Neinstedt nach Quedlinburg 10 km

    Eine lohnenswerte Wandertour, auch für Kurzbesucher von Quedlinburg und Umgebung, ist das Entdecken der Teufelsmauer ganz in der Nähe der Stadt.

    1200 Fachwerkhäuser - Quedlinburg hat viel zu bieten
    Die Stadt Quedlinburg bietet dem Besucher schon sehr viele mittelalterliche und märchenhafte Eindrücke, aber diese Wandertour gibt dem Ganzen noch die Krone auf. Die Stadt Quedlinburg imponiert und ist eine architektonische Perle von Sachsen-Anhalt. Sie steht seit 1994 zu recht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und macht die Stadt zu einem der größten Flächendenkmale Deutschlands. 1.200 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten befinden sich in der historischen Altstadt mit den kopfsteingepflasterten Straßen, verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen und man fühlt sich wie im Märchen der Gebrüder Grimm. Hier in der Stadt kann man viel entdecken und man ist von der Schönheit der Stadt überwältigt. In den beiden Weltkriegen wurde Quedlinburg verschont und die Wiedervereinigung war wohl der Segen für die Stadt, denn sonst wären die schönen Fachwerkhäuser der DDR-Planung wohl zum Opfer gefallen.



    Wer sich von der Stadt trotzdem kurz trennen möchte, fährt mit dem HarzElbe Express (HEX) (sechs Minuten Fahrzeit) nach Neinstedt. Aus dem Neinstedter Bahnhof kommend geht es links ca. 600 Meter zum Parkplatz an der Bodebrücke. Der Kaiserweg, auf dem schon die Könige und Kaiser im Mittelalter zogen, führt über die Bodebrücke in das Naturschutzgebiet „Teufelsmauer“. Hier können auf teilweise neu errichteten Wegen Rundwanderungen unternommen werden. Seltene Vogelarten sowie Sand-Strohblumen und Sand-Thymian auf dem Trockenrasen warten darauf entdeckt zu werden. 
      
     
    Die sagenumwobene Teufelsmauer ist eine aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehenden Felsformation im nördlichen Harzvorland. Sie verläuft von Blankenburg (Harz) über Weddesleben und Rieder bis nach Ballenstedt.

    Nördl. Harzvorland
    Die herausragenden Einzelfelsen der Teufelsmauer tragen Eigennamen. Auf unsere Etappe von Neinstedt bis Weddersleben entdecken wir den Mittelstein und den Königstein oder auch auch Adlersklippen genannt. Dieser Teil der Teufelsmauer ist seit 1935 auch als Naturschutzgebiet gesichert und zählt damit zu den ältesten Deutschlands. Seit 2009 gibt es auch dort die Wanderroute, dem Teufelsmauer Stieg, mit insgesamt 35 km.

    Märchenblick Quedlinburg
    Unsere Wanderung geht auf dem Pfad mit dem grünen Kreuz über die Mittelsteine geht es nach Weddersleben zum Aussichtspunkt Altenburgwarte mit einen eindrucksvollen Blick auf Quedlinburg.



     Durch Wälder und märchenhaften alten Baumalleen geht es dann durch den Brühl Park zurück in die Altstadt Quedlinburg.


    Fazit: Wunderschöne Wandertour mit einem eindrucksvollen Dauerblick auf den  Harz und das nördliche  Harzvorland. Bequeme Wanderstrecke und sehr abwechslungsreich.

    Länge 10,5 km und man benötigt ca. 2 Std. 45 Minuten ohne Pausen. Die Strecke ist z. T. sporadisch ausgeschildert, eine ist eine Wanderkarte lohnswert (Wanderkarte: Thale – Bodetal Maßstab 1 : 25.000), da man die Wegweiser oft suchen muss. Unterwegs stehen Bänke zum Verschnaufen, allerdings keine Einkehrmöglichkeit zur Verfügung.  

    Panoramablick Quedlinburg
    Schloß Quedlinburg







    Freitag, 14. September 2012

    Malerweg begeistert wieder - Etappe 7 Gohrisch nach Weißig (Rathen)



    Hintergründe zur Wandertour "Malerweg der begeistert"  

    Die erste Wandertour, die mich zum Wanderfreund machte, war eine viertägige Wanderung durch die Sächsische Schweiz auf dem Malerweg im letzen Jahr. Viele Informationen bietet http://www.saechsische-schweiz.de/cgi-bin/malerweg

    Wir, eine sechsköpfige Männergruppe, sind im Mai 2011 die erste Hälfte, 4 von 8 Etappen gewandert. Nun ist es soweit. Ein Jahr weiter sind wir die zweite Hälfte Ende April 2012 gewandert, mit einem Abstecher zum Prebischtor in die Tschechische Republik. 

      Der Malerweg, die Wanderstrecke mit kleinen Abstechern, ist eine anspruchsvolle Wandertour mit einem Höhenunterschied von 630 Metern z. T. auf einer Etappe. Alle acht Etappen sollen eine Gesamtlänge von 112 km, ohne Abstecher, haben. Die zweite Hälfte haben unsere Navis allerdings eine Länge von knapp 80 km gemessen. Vermutlich wurde der Wanderweg etwas umgelegt. Die Gründe dafür sollen bei den Anwohnern liegen, die die Wege nicht mehr freigeben, sagte man uns. 

      Für diese Strecke empfiehlt sich gutes Schuhwerk, da die Berge oft sehr steil ansteigen und du auf Felsen klettern musst. Über Treppen, Leitern und Steigen sind viele Höhen zu   überwinden. Der Wanderer sollte schwindelfrei, trittsicher und natürlich körperlich fit sein. 

      Die Landschaft begeistert. Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz im Elbsandsteingebirge ist einer der faszinierendsten Wanderwege Deutschlands. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts wurde von den wild-romantischen Landschaften, mit tiefen Felsschluchten, märchenhafte Felsgebilde und einzigartigen Aussichten berichtet. Steigt man in den Malerweg ein, vergisst man sofort den Alltag und das Abenteuer beginnt.  

      Entspannung Pur
      Wissenswertes zum Elbsandsteingebirge

      Das Elbsandsteingebirge ist geologisch ein riesiger Sandsteinblock, mit einer Größe von 20 x 20 km. In den letzten Jahrmillionen wurden Täler und freistehende Felsen herausgespült, so dass skurile Skulpturen und Felsformationen entstanden sind. (Vgl. Manuel Andrack Gesammelte Wanderabenteuer). Es ist bekannt unter sächsische Schweiz in Sachsen und Böhmische Schweiz in der Tschechischen Republik. 

      Zur Kreidezeit lag hier ein riesiges Meer. Es lagerten sich Sand und andere Sedimente ab und verdichteten sich zu Stein. Das Grundgebirge hob sich und das Wasser floß ab, so dass eine gewaltige Sandsteinplatte zurück blieb. Durch Spannungen in der Erdkruste schob sich der Granit über ihren Rand. Es entspanden Risse und Klüfte. Die Urelbe und Flüsse, Schmelzwasser spülten sie tiefer und tiefer. Kaum ein anderes Gebirge in Europa wurde von der Natur in ähnliche Formen zerrissen.  



      Malerweg begeistert wieder – Etappe 7 von Gohrisch nach Weißig


      Auch in den nächsten Tagen werden wir Glück mit dem Wetter haben. Sommer im April / Mai, wenn Engel reisen. Fast zu warm zum Wandern, aber trocken. Heute geht die 7. Etappe des Malerweges von Gohrisch nach Weißig. Übernachten werden wir allerdings in Rathen, auf der linken Elbabwärtsseite, da wir in Weißig keine Übernachtung bekommen haben. Die Nacht in der Pension in Gohrisch war angenehm. Die Ohropax zeigen Wirkung. Das Frühstück war sehr reichhaltig. Sogar ein Sektfrühstück hätten wir machen können. Toll.
                                             
      Aufstieg Pfaffenstein
      Auf zun Nädelöhr
                                  

      Der Morgen ist wieder mild und Morgentau liegt auch den Wiesen. Über den Muselweg, den Jagdsteig, den Königsweg passieren wir über den Alten Schulweg hinab geht es nach Pfaffendorf. Weit voraus am Horizont zeigt uns die mächtige Festung Königstein beeindruckend den Weg. Wir schlagen den Weg zum Pfaffenstein ein. Wie immer ist der Malerweg gut ausgeschildert. Der Aufstieg lässt uns den Puls deutlich spüren. Zunächst geht es die zahlreichen Treppen hinauf. Dann klettern wir über Leitern und Stiegen durch das enge „Nadelöhr“, was für beleibte Wanderer schon ein Problem sein kann. 

      Belohnung toller Ausblick
      Pfaffenstein Ausblick
      Wir kommen durch und werden oben mit eindrucksvollen Aussichten belohnt. Wer eine noch bessere Aussicht erleben möchte, klettert auf den historischen Aussichtsturm oder er stärkt sich auf dem Berg im Gasthaus.
      Aussichtsturm
      Die Barbarine

      Das Massiv des Pfaffenstein ist auch bei den Klettersportlern beliebt. Hier gibt es 32 Kletterfelsen und zählt zu den bedeutendsten Teilgebieten des Klettergebiets der Sächsischen Schweiz. Das bekannteste Wahrzeichen des Pfaffenbergs ist der geltende Felsen die Barbarine, eine 43 Meter hohe Felsnadel, die jedoch wegen starker Erosionsschäden für den Klettersport gesperrt ist. Weitere bedeutende Felstürme sind die Königspitze, der Förster, der Bundesfels, die Rauhe Zinne, die Pfaffenschluchtspitzen, die Peterskirche und der Einsiedler.


      Stadt Königstein
      Wir wandern nach einer Verschnaufspause über den Kammweg und verlassen den Pfaffenstein und gelangen dort über den Quirl nach Königsstein, wo wir unten angekommen uns kulinarisch stärken. Die kleine Stadt an der Elbe ist zwar seht idyllisch gelegen, aber auch gut befahren. Unser nächstes Ziel ist die Festung Königstein. An der Kirche vorbei, geht es links die Stufen empor und kraxeln in brütender Hitze die Festung Königstein. Eine Besichtigung lohnt sich, allerdings sollte man dazu 2 Stunden extra einplanen.

       
      Die alte Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen Europas. Das 9,5 Hektar große Felsplateau erhebt sich 240 Meter über die Elbe und zeugt mit über 50 Bauten vom militärischen und zivilen Leben auf der Festung. Der Wallgang der Festung ist 1.800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsen und zweittiefster Brunnen Europas.  
      Festung Königstein

      Über die alte Festungsstraße wandern wir den Kanonenweg nach Thürmsdorf und passieren durch schattenspendende Wälder. Dort angekommen durchqueren wir den Ort am Schloß vorbei und halten uns über den Waldweg in Richtung Weißig. Wir zweigen allerdings dann in Richtung Rathen an der Elbe ab. In Weißig soll am nächsten Tag unsere 8. und letzte Etappe starten.
      Toller Elbblick





       

      Fazit: Wieder eine wunderschöne Wanderlandschaft, allerdings auch ziemlich anspruchsvoll. Die Aufstiege sind recht ansprengend mit z. T. schwierigen Klettereinheiten. Gute Kondition und gutes Schuhwerk sind notwendig.

      Daten:  Streckenlänge 15,3 km  Wanderdauer ca. sechs Stunden
                   Summe Steigerungen 459 Meter, Summe Gefälle 562 Meter
                   Tiefster Punkt 124 Meter, höchster Punkt 368 Meter.

      Sonnenuntergang auf der Elbe
      Maifest in Rathen