Sonntag, 12. Juni 2016

Schluchtensteig Etappe 1 Stühlingen nach Blumberg 19 km

Schluchtensteig Etappe 1 Stühlingen nach Blumberg 19 km

In den nächsten sechs Tagen wandern wir mit Etappenlängen von 18 – 23 km auf der einzigartigen Route von 119 km durch den Südschwarzwald von Stühlingen nach Wehr. In der Nacht gab es durch das Tief Elvira Unwetter in Deutschland. In einigen Städten in Baden-Württemberg gab es sogar heftige Überschwemmungen. Bäche wurden zu reißenden Flüssen.
 
Auch in Stühlingen hat es stark geregnet. Am Morgen ist der Regen jedoch schwach, aber die Aussichten der nächten Tage ist schlecht. Kein Glück mit Wanderwetter? Die Wege in den Bergen werden matschig und rutschig sein.


Hier die Etappen:

Nach dem Frühstück starten wir am Hotel Rebstock. Bis zum Einstieg an der Kath. Kirche im Ort geht es noch 800 m abwärts.
 
Dort sieht man die vielen Wegweiser und wir folgen dem Schluchtensteigwegweiser, der uns langsam aus dem Ort führt. Dann geht es entlang der Wutacht talaufwärts nach Weizen. Der Fluß führt ungewöhnlich viel Wasser.

In Weizen ist der Talbahnhof der Sauschwänzlebahn. Auf der Zugstrecke von 25 km führt sie von Blumberg-Zollhaus nach Weizen über vier Brücken und durch sechs Tunnel. Der Weg führt in den Wald, wo uns der erste dicke Regenschauer erwartet.
 
Wir freuen uns auf eine Rast im Gasthaus Wutachschlucht, die Montags leider Ruhetag hat. Unter dem Zelt suchen wir Schutz vor dem Regen. Der Weg geht zum ersten Viadukt der Sauschwänzlebahn.


Majestätisch kommt uns die Bogenbrücke vor. Darunter rauscht die Wutacht. Ein toller Blick. Weiter geht es auf einem schmalen Pfad am Fluss entlang, bis wir die Wutachtführen erreichen.

Hier kann man die einfache Strecke an der seichten Wutacht (Schlechtwettervariante) oder den schmalen Weg durch die Wutachtführen, am Berg entlang, wählen. Wir nehmen die zweite. Ein schmaler Weg führt uns auf 637 Hm .
 
Links von uns geht es abwärts. Hier ist Trittsicherheit gefragt. Die Strecke ist nicht einfach und die Feuchtigkeit und der Matsch auf dem schmalen Pfad macht die Tour schwer. Einmal rutsche ich aus und lande rückwärts im Matsch. Super!
 
Es gibt nur wenige tolle Aussichtspunkte, die uns für den Aufwand entschädigen. Dann erreichen wir den Wanderparkplatz, wo wir uns erst einmal erholen können. Dort treffen wir einige Wanderer, die überraschenderweise zum gleich Zeitpunkt gestartet sind und auch in den nächsten Tagen die gleichen Ziele wie wir haben. Wir werden sie also noch oft treffen.

Das Wetter hält sich, es bleibt trocken. Ab und zu kommt sogar die Sonne raus. Nun geht es weiter nach Blumberg. Aber zuvor müssen wir den Buchberg mit 880 Hm bezwingen.
 
Nach der Tortour erreichen wir endlich die Gipfelhütte. Bis hierhin war Kondition gefragt. Der Panorama-Blick belohnt uns diesmal, dann geht es wieder rutschig abwärts auf 700 Hm bis wir Blumberg erreichen.

Fazit: Die Strecke mit 520 HM auf und 370 HM abwärts war mindestens mittelschwer. Duch das vorsichtige Wandern auf matschigen Wegen brauchten wir 5:45 Std. Laufzeit. Es war aber trotz Nässe eine tolle Tour, aber anstrengend. Der Weg ist sehr gut markiert und zuverlässig beschildert.
 
Trittsicherheit und Kondition ist notwendig. Achtung, Getränke und Proviant mitnehmen, da nur das Gasthaus Wutachschlucht Einkehr bietet und die hat Montags zu. 
  


















































Donnerstag, 9. Juni 2016

Fernwanderung auf dem Schluchtensteig in Baden-Württemberg 119 km




Nach langer Fahrt von Hamburg treffen wir in Stühlingen im Südschwarzwald ein. Der kleine verträumte Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze. Der Luftkurort ist idyllisch gelegen auf 501 HM.

Wir fahren direkt zu unserem Landgasthof Hotel Rebstock. An der Rezeption werden wir sehr freundlich empfangen. Hier herrscht ein angenehmes Schwarzwaldambiente. Von der Hoteldame mit Schwarzwalddirndl erfahren wir, wo der Einstieg in den Schluchtensteig ist und wo wir unseren Wagen in der Wanderzeit parken können. Eine wichtige Info.

In den nächsten sechs Tagen wandern wir mit Etappenlängen von 18 – 23 km auf der einzigartigen Route von 119 km durch den Südschwarzwald von Stühlingen nach Wehr. Zuerst geht es unweit der Schweizer Grenze streckenweise entlang der historischen Sauschwänzlebahn, die wir unterwegs schon bewunderten.
Problematisch ist allerdings das Wetter mit dem Dauertief Elvira. Gestern gab es deswegen einen Erdrutsch in der wildromantischen Wutachtschlucht. Da müssen wir durch. Allerdings mussten wir eine zwei Kilometer längere Umleitung über Bachheim laufen. Sicherheit geht vor. Weiter geht es zum Schluchsee, danach zum Dom St. Blasien, über sanfte Hochflächen des Hotzenwaldes nach Todtmoos und zuletzt durch das waldreiche Wehratal bis zum Zielort Wehr.


Auf dieser Strecke werden wir 2.640 HM auf und 2.750 HM abwärts überwinden. Wir freuen uns auf den Qualitätswanderweg mit Gütesiegel.

Wir folgen dieser Wegmarkierung:

 http://www.outdooractive.com/img/800//2353971/.jpg

Der gesamte Schluchtensteig ist, bis auf einige wenige Ausnahmen, sehr gut ausgeschildert. Die Ausnahmen sind nicht kritisch, aber eine Verbesserung der Markierung würde die Sicherheit der Wanderer erhöhen. 

Wegecharakter:

Uns erwarten schmale Bergpfade, wilde Steige und stille Forst- und Wirtschaftswege. Im Bereich der Wutachtflühen, am Räuberschlosse, in der Haslachklamm und in der Wehraschlucht führen schmale Steige durch steile Bergflanken. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind gefordert. Gute Kondition ist auf den Wegen notwendig und natürlich gutes Schuhwerk Proviant und vorallem Wasser sollte immer dabei sein, da unterwegs nur wenige Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind.

Wir würden die Wege als leicht bis mittelschwer einstufen. Der Zustand der Wege war aufgrund des vielen Regens sehr matschig und rutschig und manchmal schwer zu gehen. Mit dem Wanderwetter hatten wir dennoch relativ Glück.

Diese Tour ist auch für mich eine Trainingswoche für das Marathonwandern von 45 km auf den Westerwaldsteig am 18.06.2016. Dieses Event wird von der Rheinland-Pfalz Tourismus veranstaltet. #Bloggerwandern 





















Dienstag, 24. Mai 2016

Wilder Rheinsteig Etappe 15 von Lorch nach Assmannshausen 14,5 km


Die letzte Tour in diesem Jahr auf dem Rheinsteig eine mittelschwere Strecke. Sie hat allerdings auf der 14,8 km Länge mit 460 Meter Steigung und 455 Meter Gefälle doch einiges zu bieten. Wir laufen oberhalb des Rheins und lassen uns an fast jeder Wegbiegung von einer neuen, reizvollen Rheinperspektive überraschen. Auf der Strecke liegen uns die Burgen Hohneck, Sooneck, Rheinstein und Reichenstein auf der linken Rheinseite zu Füßen. Die Felspassage verleiht der Strecke einen ganz besonderen Charakter.





Nachdem wir gestern auf der Wandertour Dauerregen hatten, ist es heute zwar kalt, aber überwiegend trocken. Zwischendurch bekommen wir kleine Regen- und auch Graupelschauer. Aber die Luft ist klar und frisch. Wir starten in Lorch am Rathaus und wandern in einer Rechtskurve in die Weinberge. Dann geht es ständig aufwärts, bis wir den höchsten Punkt 348 Meter erreicht haben.
Hier ist der Freistaat Flaschenhals, der hier als historische Kuriosität von 1919 bis 1923 existierte. Im Niedertal überschritten wir die Grenze zum dritten Bundesland des Rheinsteiges. In Nordrhein-Westfalen sind wir in Bonn gestartet, Rheinland Pfalz durchwandert und nun erreichen wir Hessen.
Wir genießen trotz eisigen Windes das Wandern auf dem Rheingau, die gewohnten schönen Rheinblicke und die mächtigen Burgen. Nach leichtem Auf und Ab mit Blick auf das Naturschutzgebiet Lorcher Werth in der Strommitte führt der Weg in den Bächer Grund mit seinen Wochenendhäusern.
 
Dann erreichen wir wieder den Hang, der uns unterhalb eines früheren Quarzitsteinbruches vorbei führt. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite zeigt das Tal seine offenen Wunden durch den Abbau seiner Bodenschätze. Ein Steinbruch in direkter Nachbarschaft der Burg Sooneck hat ein gewaltiges Loch in die Landschaft geschlagen.
Unterwegs holen wir ein Wanderpärchen ein und kommen mit ihnen ins Gespräch. Ein Ärzteehepaar aus Ulm, die ebenso begeisterte Wanderer sind und nun Wege in dieser Region erkunden wollen. Wir unterhalten uns auf der Strecke und tauschen Wandererfahrungen aus.
Der Weg führt über Schleifen nach oben. Wir genießen den herrlichen Ausblick auf Trechtlingshausen mit seiner weitläufigen Burganlage Reichenstein.
 
Dann tauchen im Buchenwald Felsbrocken auf, die sich zu Klippen mausern. Der Teufelskadrich liegt vor uns. Es ist unser Etappenziel Assmannshausen. Steil fällt auf festem Wanderweg rechts der Felsen zum Rhein hinab.
Überall stehen Bänke und Schutzhütten für den Wanderer bereit. Dann ein imposantes Pavillon mit Kupferdach. Von hier genießen wir den letzten tollen Rheinblick, bevor es nun abwärts geht zum Wanderparkplatz in Assmannshausen.
 
Hier starten wir im nächsten Jahr unsere letzten vier Etappen, bis wir in Wiesbaden die Rheinsteig Tour abschließen werden..

Fazit: Leichter Wanderweg mit abwechslungsreichen Einblicken. Tolle Ausblicke auf wunderschöne Landschaften Richtung Rhein. Gutes Schuhwerk ist notwendig und wie immer ausreichend Flüssigkeit und Proviant mitnehmen, da unterwegs wenige Angebote sind. Der Rheinsteig ist auch auf dieser Etappe perfekt ausgeschildert.


P.S. Auch diese tolle Tour bei schlechten Wetterbedingungen war eine gute Trainingseinheit für das "Bloggerwandern" der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH in der abwechslungsreichen Mittelgebirgsregion Westerwald, an dem ich in diesem Jahr eingeladen bin. Aber vor der Tour habe ich doch schon viel Respekt. Schließlich läuft man nicht jeden Tag 45 km auf einem Wanderweg.
 Eine durchgehende Warkierung leitet den Weg

Auf die Blogger wartet ein Blogger-Wandermarathon auf dem Prädikatswanderweg WesterwaldSteig von der Holzbachschlucht bis zum Stöffel-Park. Diese Rheinsteig Etappen und meine Fernwanderung auf dem Schluchtensteig im Hochschwarzwald Ende Mai werden für das Training optimal gut sein.