Sonntag, 2. August 2020

Bergheim Moser – Fiderepasshütte – Bergheim Moser 14,1 km


Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Hier findest Du unsere gesamten Wanderwege dieser Serie
Wandern um Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Bergheim Moser  – Fiderepasshütte – Bergheim Moser 14,1 km


Tag sieben in Oberstdorf im Juni. Endlich ein schöner trockener Sommertag. Aber nicht zu heiß zum Wandern. Der Himmel ist schon blau. Nur vereinzelt lassen sich noch Wolken blicken. Unsere Tour führt uns heute auf 2070 HM auf die Fiderepasshütte. Sie lockt auf deutsch-österreichische Grenze von beiden Seiten viele Wanderer an. Allerdings wohl nicht so viele, als wenn dieser Ort mit einer Seilbahn zu erreichen wäre. So müssen wir uns vom Bergheim Moser bei 1215 Hm die vielen Schleifen und Kehren bis zur Fiderepasshütte erwandern, was viele Wanderer dann doch abschreckt.
Ausgangspunkt ist der untere Parkplatz beim Bergheim Moser. Abzweigung Bödmen von Mittelberg nach Höfle. Wir haben Glück. Es ist noch früh und wir können noch einen Stellplatz auf dem Parkplatz unterhalb vom Bergheim Moser ergattern.
 
Auf breitem Güterweg geht es zum Bergheim Moser durch einen kleinen Grabenwinkel und dann über die Untere zur Inneren Wiesalpe (1298 Hm). Wir überholen die ersten Wanderer, die sich nicht wirklich bemühen und schon mit den ersten Jausenstationen liebäugeln.
Wir halten uns auf dem Fahrweg rechts und passieren die bewirtschaftete Fluchtalpe (1390 HM), wo wir eine kleine Einkehr machen.  Hier beginnt der eigentliche Pfad nach oben. In Kehren geht es über steilere, noch teils bewaldete Geländepartien und allmählich in eine weite kahle Bergsteigung.
 
Nur wenige Wanderer folgen heute diesen Pfad nach oben, einige kommen uns relativ frisch entgegen. Der Gipfel kommt immer näher. Nun folgt noch ein ausgeprägter Zickzackkurs, bis wir dann das Dach der Fiderepasshütte sehen und die Hütte langsam Konturen annimmt.
Hier oben empfängt uns eine gigantische Aussicht. Die Hütte wurde in vielen Jahren immer wieder ausgebaut und modernisiert. Der Standort ist gewaltig.
 
Hier hat man einen tollen Ausblick auf die Oberstdorfer Hammerspitze, schräg gegenüber der Kammzug der drei Schafalpenköpfe, über die der Mindelheimer Klettersteig verläuft. Auf der Terrasse kann man ausführlich die tolle Atmosphäre genießen. Die Speisekarte verspricht einige Leckereien. Und so bleiben wir eine Weile.
Dann geht es wieder abwärts. Wir wählen erst die gleiche Route und zweigen dann beim ersten Wanderwegweiser nach rechts Richtung Wannenalpe (1821 Hm). Im weiteren Verlauf wird der Pfad am Hangrücken recht schmal und erreichen dann die Innerkuhgehrenalpe (1673 HM). Auch hier ergibt sich nochmal eine Einkehr. Allerdings müssen wir den Kuhstau erst einmal überwinden.
Dann tauchen wir weiter abwärts in den Wald hinein. Vor uns warten etliche Serpentinen auch über Lichtungen und kommen dann nach langem Marsch wieder zur Inneren Wiesalpe. Beim Abstieg von Innenkuhgehren hat man eine idyllische Perspektive ins innere Kleinwalsertal um Mittelberg.
 
Das letzte Stück ist identisch mit dem Hinweg, kommt uns aber viel länger vor. Dann passieren wir das Bergheim Moser und sehen dann den unteren Parkplatz.

Fazit: Beeindruckende Wandertour, gigantische Aussichten. Obwohl es gewöhnliche, gut oder ordentlich ausgebaute Bergwege in mittelsteilem Gelände sind, sollte man doch konditionell gut drauf sein. Es kommen schon 900 HM zusammen. Festes Schuhwerk ist wichtig. Beste Jahreszeit von Ende Mai bis Oktober. Obwohl einige Hütten auf der Tour zur Einkehr einladen, sollte immer die Wasserflasche gefüllt sein. Wunderbare Wandertour, die wirklich vielseitig ist, Spaß macht und 5:15 Std. Laufzeit erforderte, mit 870 HM Aufstieg und 870 HM Abstieg.






































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